In Osterburg hat die Telekom gestern mit dem Ausbau des Breitband-Netzes begonnen. Spätestens im Februar 2016 können dann 3500 Haushalte und Gewerbe im Stadtgebiet sowie in Zedau auf schnelles Internet bis zu 100 MBit/s zurückgreifen.

Osterburg l Von Regenschirmen geschützt, verfolgten Bürgermeister Nico Schulz, Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose und Amtsleiterin Anke Müller gestern Vormittag vor der Vorderfront des "Kanzlers" mit, wie Fachkräfte die ersten Glasfaserleitungen verlegten. Für Osterburg werden insgesamt 45 Kilometer Glasfaser und 25 Verteiler benötigt, informierte Dr. Rüdiger Caspari. Der Leiter der Technischen Niederlassung der Telekom in Radebeul war beim Auftakt der Arbeiten in Osterburg dabei. Mit Blick auf die bereits verwirklichten Erschließungsmaßnahmen in der Fläche der Einheitsgemeinde bewertete Caspari die jetzt in Angriff genommene Maßnahme als "Lückenschluss". Von dem profitiert nahezu das gesamte Gebiet der Kernstadt, außerdem dürfen sich die Einwohner des Ortsteiles Zedau auf leistungsfähige Breitbandanschlüsse einstellen.

Bei diesem Projekt trägt die Telekom die Kosten ausschließlich selbst, im Gegensatz zur Erschließung der ländlichen Territorien wird der Ausbau nicht finanziell gefördert. Das zahlt sich für die Osterburger und Zedauer aus, "weil wir hier Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s anbieten können", sagte Caspari. Bei geförderten Projekten bestehe die EU auf der Auflage, maximal 50 MBit/s anzubieten, obwohl technisch mehr möglich wäre. Die Telekom arbeite aber in Brüssel daran, dass sich die EU möglichst bald von dieser Auflage verabschiedet. Geschieht dies, könne auch die Internet-Geschwindigkeit im ländlichen Raum der Einheitsgemeinde problemlos erhöht werden, kündigte Caspari an.

Nico Schulz dürfte der Telekom für ihre Brüsseler Überzeugungsarbeit die Daumen drücken. Gestern freute sich der Osterburger Bürgermeister aber erst einmal über den Auftakt der Arbeiten für das Stadtgebiet und Zedau. "Schnelle Internetverbindungen sind aus dem Leben unserer Bürger nicht mehr wegzudenken. Sie sind ein wichtiger Standortvorteil", sagte er.

In den kommenden Monaten möchte die Telekom die Arbeiten zügig über die Bühne bringen, spätestens im Februar 2016 soll das Netz stehen. Durch Werbung, einen Stand auf dem Markt und Kooperationen mit Osterburger Händlern will das Unternehmen dann über die neuen Angebote aufklären. Zudem ist in Zusammenarbeit mit der Stadt eine Informationsveranstaltung für die Einwohner in Planung.