Ihre zweite Regentschaft über den Spargel, das weiße Stangengold der Altmark, dessen Produzenten und Konsumenten trat am Donnerstag Ihre liebreizende Majestät Friederike Pefestorff an.

Osterburg l Im Ratskeller wurde die 29-Jährige, deren frühlingshafter Fresienstrauß farblich auf das blassviolette Kleid bestens abgestimmt war, feierlich erneut als Spargelkönigin inthronisiert. Thorsten Schulz, Vorsitzender des Osterburger Wirtschafts-Interessen-Rings (WIR), würdigte bei dem Abendessen im kleineren Kreis das bisherige Wirken von Königin Friederike als "eine Amtszeit, in der du mit deinem Auftreten zum Beispiel auf dem Stadt- und Spargelfest in Osterburg, auf dem Spargelhoffest auf Gut Plätz und vor allem auf der internationalen "Grünen Woche" in Berlin ganz toll die Region bekannt gemacht hast, und wir freuen uns, dass du dich nun entschieden hast, eine weitere Saison unsere Spargelkönigin zu sein".

Der WIR lege Wert darauf, so Schulz weiter, dass der Spargel, das sprichwörtliche Pfund mit dem die Region wuchern könne, auch weiterhin überregionale Anerkennung erhält. Seit der Gründung der ersten Spargelhochzuchtgesellschaft durch August Huchel im Jahr 1929 sei der Spargelanbau mit Osterburg fest verbunden, und seit 1995 kröne der WIR jährlich eine Spargelkönigin, die die Stadt und die Region auf Festen, Messen und Märkten repräsentiert.

Edelgemüse darf auch mal exotisch daherkommen

"Gewissermaßen wie ein Leuchtturm hat Spargelkönigin Friederike mit Schönheit, Anmut und Kompetenz bei verschiedenen Anlässen, die Gelegenheit genutzt, unsere Region aufzuwerten, für uns und unser Edelgemüse zu werben", vertrat Osterburgs Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose nicht nur seine eigene Ansicht, sondern auch die des Ortschaftsrates.

Bereits heute hat die neue, alte Spargelkönigin ihren ersten Auftritt der neuen Amtszeit beim Spargelhoffest auf Gut Plätz als Sympathieträgerin für Osterburg. Ein paar Tage später, beim 18. Stadt- und Spargelfest in der Biesestadt ist ihr Erscheinen ebenfalls erforderlich. Für diese und weitere Auftritte dürfte die in Hamburg arbeitende, gebürtigen Biesestädterin und gelernte Krankenschwester auch durch ihre Kenntnisse über das Edelgemüse bereits routiniert genug sein. Außerdem: Als Tochter der Ratskeller-Wirtsleute ist sie mit dem Spargel schon von Hause aus verbunden.

"Dank der Tätigkeit meiner Eltern und dem Koch-Hobby meines Lebenspartners darf ich die Stangen neben den klassischen Varianten mit brauner Butter oder Sauce Hollandaise mit Schnitzel oder Schinken öfters auch mal in ausgefallenen und exotischen Varianten genießen, ließ Friederike durchblicken."

Natürlich stand bei dem königlichen Mahl im Rahmen eines Vier-Gänge-Menü das Edelgemüse im Mittelpunkt: Mediterran gratinierter Spargel, gekrönt von einer Jacobsmuschel; klassische Spargelcremesuppe mit einer Erdbeerkrone und heißem Juwel; Schnitzel mit Butterspargel, altmärkischem Landschinken und Räucherlachs sowie als Dessert Eis an Erdbeer-Carpaccio.