Stendal, Prignitz, Bördekreis, Salzwedel, Dannenberg: Schon die Autokennzeichen verraten, dass das Spargelhoffest Plätz überregional beliebt ist. Tausende Menschen schauten sich am Sonnabend den Trubel rund um das edle Gemüse an.

Plätz l Wieso stehen, wieso laufen? Karola Müller und Karola Biese haben sich während des Plätzer Spargelhoffestes mitten auf die Wiese gesetzt. Die Frauen aus Hitzacker und Dannenberg lieben die Veranstaltung. Und auch Karola Müllers Schwester Carmen Sohn aus Groß Garz fand nur gute Worte: "Hier stimmt alles, deswegen kommen wir immer wieder."

Vielleicht liegt es daran, dass das Ehepaar Heinl als Veranstalter bestrebt ist, für Abwechslung zu sorgen. So hatte in diesem Jahr unter anderem eine brasilianische Samba-Show ihren Auftritt und Detlef Stusche aus Klein Schwechten "musste" sogar ein bisschen mitmachen. Er übte sich unter Anleitung tapfer im Capoeira, einer brasilianischen Kampfkunst. Gleich im Anschluss betrat ein Bauchredner die Bühne. Er verwickelte Torsten Dobberkau, den Bürgermeister der Gemeinde Goldbeck, in ein lustiges Gespräch. Die Besucher honorierten dies, schauten sich in aller Ruhe das Programm an, wenn es auch eng war. Die Sonne zur Musik leistete sicher ihren Beitrag.

Gleich hinter der Bühne war eine Kletterwand aufgebaut, die Besucher konnten Quad fahren oder sich mit einem Kran 25 Meter in die Luft hieven lassen. An jeder Ecke etwas anderes, das geht auf. "Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung", sagt Klaus Heinl. Schon während des Festes hätte er ein gutes Feedback bekommen. "Manche sagen, so etwas haben sie noch nie erlebt." Es gebe auch immer mehr Anfragen von Händlern, die einen Standplatz wollen.

Für Gundula und Andreas Gröger aus der Hohen Börde ist das Fest ein fixer Termin in jedem Jahr. "Wir sind sonst auf Kunsthandwerker-Märkten unterwegs, da ist das hier mal etwas anderes", so Gundula Gröger, die aus italienischem Glas bei 1200 Grad Hitze Perlen herstellt und diese mit Silber in Schmuckstücke verwandelt. "Das Glas wird wie Honig gewickelt", erklärte sie den Gästen an ihrem Stand. Dort lief, genauso wie bei Klaus-Dieter Otte aus Beetzendorf, das Geschäft gut. Der Holzkünstler stand mit seinem Angebot zwar in zweiter Reihe, "aber das macht gar nichts, ich hab mehr Ruhe und die Leute kommen trotzdem". Darüber freuten sich an ihrem Stand auch die Stendaler Gabriele und Hans-Jürgen Dombeck. Sie verkauften eigene Obstbrände und waren bis auf zwei Feste jedes Mal in Plätz - und die Veranstaltung am Sonnabend war die 15.

Für die Organisatoren hat sich eines abermals gezeigt: "Wir müssen was mit den Parkplätzen machen, sie anders gestalten", so Klaus Heinl. Perspektivisch soll ein Teil des Spargelackers nahe am Gehöft in eine Wiese umgewandelt werden. In diesem Jahr kamen laut Heinls Einschätzung noch mehr Gäste als 2014.

   

Bilder