Osterburg (nim) l Finn-Luca kletterte auf Getränkekisten und grinste in die Sonne, nur wenige Meter entfernt spritzte Kimberly Kegel und Bälle von einem Podest. So wie der Flessauer Erstklässler und das Mädchen aus der Walslebener Tagesstätte wuselten am Mittwochvormittag viele Kinder auf dem Stützpunkt der Osterburger Brandbekämpfer umher. Sie staunten über die Feuerwehrtechnik und setzten sich hinter das Steuer eines Mähdreschers der Firma B S. Sie bastelten an einem Stand des Jugendfreizeitzentrums oder tobten in einer Hüpfburg. Unter Betreuung des THW Wittenberge erkletterten sie Kistenberge, zudem lernten sie Vierbeiner der Rettungshundestaffel des DRK-Kreisverbandes Östliche Altmark kennen. Und den Kindern wurde während einer Simulation in einem entsprechend präparierten Puppenhaus vermittelt, welche Bedeutung Rauchmelder haben und wie man sich bei einem Brand verhält.

Schmunzelnd verfolgte Sven Engel das bunte Gewimmel. "Wir haben sämtliche Kindergärten und Schulen der Einheitsgemeinde zu unserem Tag der offenen Tür eingeladen. Schön, dass so viele gekommen sind", freute sich der Einheitsgemeinde-Wehrleiter. Bis zum Ende der Veranstaltung konnten die Brandbekämpfer 550 Besucher, davon 490 Kinder, auf ihrem Gelände zählen. Dankbar zeigte sich der Wehrleiter darüber, dass neben Unterstützern wie dem eigenen Feuerwehr-Förderverein, dem DRK-Kreisverband, dem THW Wittenberge, dem IB-Jugendfreizeitzentrum oder der Firma B S auch zahlreiche Mitglieder der Wehr tatkräftig mithalfen, die Veranstaltung mit Leben zu erfüllen. "Viele von ihnen haben sich extra frei oder einen Tag Urlaub genommen, um heute mit dabei zu sein", sagte er.

Vor neun Jahren war in der Wehr die Idee geboren worden, den Tag der offenen Tür künftig mitten in der Woche zu veranstalten. "Um möglichst viele Kinder zu erreichen, sie für die Feuerwehr zu interessieren und vielleicht sogar das eine oder andere neue Mitglied für unsere Nachwuchsabteilungen zu gewinnen", erklärte der Wehrleiter. Die damalige Entscheidung habe sich ausgezahlt, "nicht zuletzt auch deshalb, weil die Kindergärten und Schulen unserer Einheitsgemeinde auf unser Angebot eingehen und unsere Idee ganz toll unterstützen", bedankte sich der Osterburger Wehrleiter.

 

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