Zwei Osterburger Grundstücke sollen von der vierten Auflage des vom Verkehrsministerium geförderten Architekten-Wettbewerbes "Mut zur Lücke" profitieren. Am Mittwoch schauten sich die Planer die Flächen an. Im Juli werden ihre Entwürfe vorliegen.

Osterburg l 14 Architekturbüros bringen demnächst eigene Ideen ins Spiel, welche Formen Häuser am Großen Markt 5 sowie an der Bergstraße 5-7 annehmen könnten. Ihr Zweck ist klar vorgegeben: Es soll sich um Wohnbebauung handeln. Noch dazu sind Aspekte wie Energieeffizienz und Barrierefreiheit zu beachten, wenn die Fachleute an Entwürfen arbeiten, die junge Familien interessieren und auf generationenübergreifendes Wohnen ausgerichtet sind. Dass es dafür Bedarf gibt, deutete Stadtplaner Henri Gnauert während des Kolloquiums an, dass die Wettbewerbs-Teilnehmer am Mittwoch nach Osterburg führte. So leidet die Biesestadt zwar wie viele andere Kommunen in Sachsen-Anhalt unter einem Bevölkerungsrückgang. Der Innenstadt aber bescheinigt der Planer ein Plus. Dank bereits umgesetzter Sanierungsvorhaben gebe es dort deutlich weniger Leerstand als noch vor einigen Jahren, sagte er.

Noch mehr Leben könnten die beiden Wettbewerbs-Flächen am Großen Markt sowie an der Bergstraße in die Innenstadt ziehen. Die Eigentümer der betreffenden Grundstücke zeigen großes Interesse an dem Wettbewerb und sind nach Angaben der Ausrichter auch voll in das gesamte Verfahren eingebunden. Folgerichtig waren sie beim Kolloquium am Mittwoch dabei. Dort wurde dann auch bekannt, dass sich die Wettbewerbsfläche am Großen Markt noch ein Stück weit vergrößert. Denn ihr Besitzer beabsichtigt, die in Nachbarschaft zu seinem Grundstück gelegene Scheune zu erwerben und sie abzureißen. Die frei werdende Fläche soll dann zusammen mit dem Großen Markt 5 beplant werden.

Abrisse stehen ebenso für die Bergstraße 5-7 auf der Agenda. Dabei handelt es sich um die beiden noch vorhandenen, maroden Wohnhäuser. Auch bei diesem zweiten Osterburger Wettbewerbsgebiet sind die Planer daher aufgefordert, Neubau-Lösungen zu entwickeln.

Die Wettbewerbs-Teilnehmer machten sich am Mittwoch im Rahmen des Kolloquiums aber erst einmal selbst mit den beiden Grundstücken vertraut. Bis Anfang Juli haben sie Zeit, ihre Entwürfe aufs Papier bringen. Für den 22. Juli steht die Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge durch das Preisgericht an, bevor die Arbeiten etwa Ende Juli öffentlich ausgestellt werden.