Beuster (wsc) l Gleich zwei kulturelle Höhepunkte konnten die Besucher von St. Nikolaus in Beuster an einem Termin erleben.

Keramiken und Aquarelle von Helga und Otto Geissler werden bis zum 9. August in der romanischen Basilika zu sehen sein. Die Laudatio hielt Dr. Volker Stephan als Vorsitzender des Fördervereins St. Nikolaus. "Die Keramiken von Helga Geissler sind etwas Besonderes. Ihre Skulpturen und Gefäße entstehen nicht auf der Töpferscheibe, sondern werden in einer eigens entwickelten Aufbautechnik modelliert." Die Keramikmeisterin, die in Molitz geboren wurde, arbeitet seit 1988 wieder in eigener Werkstatt und Galerie mit Otto Geissler auf dem elterlichen Grundstück in der Altmark bei Fleetmark. Neben vielen Anerkennungen für ihre Arbeiten erhielt sie 1987 die Goldmedaille des Bayrischen Staatspreises. Darüber hinaus engagieren sich die Geisslers im sozialen Bereich, veranstalten Workshops in Schulen. In Fleetmark versuchten sie mit der "Wüste Kamps" eine Galerie zu etablieren. Und in ihrem Wohnort gründeten beide vor 15 Jahren einen Förderverein für den Erhalt der Molitzer Dorfkirche, die vor fünf Jahren wieder eingeweiht werden konnte.

Otto Geissler erlernte vor seinem Studium einen Beruf im graphischen Gewerbe in München. Er malt in verschiedenen Techniken. In Beuster sind von ihm Illustrationen in Aquarell und Kreide zu den neun Psalmen von Thomas Bernhard ausgestellt. "Die starken solitären Farben gehen aneinander, sie vermischen sich nicht und nehmen gefangen durch die Kraft der Farbkomposition", äußerte sich Volker Stephan sinngemäß in der Laudatio. Als Gast bei der Ausstellung konnte auch Kamilla Bühring vom Dachverband der deutschen Kirchenbauvereine begrüßt werden. Anschließend gab es das Konzert mit dem Lübecker Ensemble Trois Couleurs.

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