Seehausen (rfr) l Weil in den Räten und den Fachgremien keine Themen entschieden werden dürfen, über die vorher in der Einwohnerfragestunde diskutiert wurde, ließ der Vorsitzende des Seehäuser Bauausschusses, Willi Hamann, am Mittwochabend vor einer Entscheidungsfindung in den nächsten Wochen Anlieger der Kleinen Brüderstraße zu Wort kommen. Die wären nämlich betroffen, wenn zur Beseitigung einer Gefahrenquelle von der Großen Brüderstraße aus nur noch auf den Postplatz aufgefahren werden dürfte und der Durchgangsverkehr dank Einbahnstraßenregelung über die Kleine Brüderstraße abfließen müsste (wir berichteten).

Diese Regelung, monieren Betroffene in der Sitzung, würde zu einer unzumutbaren Mehrbelastung der Kopfsteinpflasterstraße und damit der Anlieger führen. Die Unfallgefahr beim derzeitigen Abbiegen auf die Große Brüderstraße erkennen sie indes an, schlagen aber vor, zum Beispiel rechts und links je eine Parknische zurückzubauen. Das würde die Sichtverhältnisse verbessern. Außerdem könnte dabei der Kurvenradius so verändert werden, dass zumindest ein Pkw-Fahrer beim Rechtsabbiegen nicht in Gefahr läuft, auf die Gegenfahrbahn zu rollen.

Ohne sich auf eine Tendenz festzulegen, merkte Willi Hamann an, dass der Wegfall von zwei Parkplätzen wiederum bei den Gewerbetreibenden für Protest sorgen könnte. Außerdem sieht er es noch nicht als erwiesen an, dass der Verkehr durch die einheitliche Richtung in der Kleinen Brüderstraße wirklich so zunimmt, wie befürchtet.

Carsten Steinke brachte noch eine dritte Lösung ins Spiel. Er fragte, ob sich die Sicherheit an der Großen Brüderstraße nicht mit zwei Spiegeln für den Verkehr vom Postplatz verbessern lässt.