Osterburg (ama) l An Ausschlafen war am Sonntag für Lousia Köhler aus Königsmark, Ellena Schulz und Manja Moritz aus Osterburg nicht zu denken. Manja zählte vor Aufregung sogar per Ticker die Tage runter bis zur Konfirmation. Am Sonntag begleitete Pfarrerin Claudia Kuhn die Jugendlichen auf ihrem Weg zur Festigung des Glaubens in St. Nicolai.

Während der Konfirmandenfreizeit in Kossebau vor zwei Wochen hatten sich die Konfirmanden aus den umliegenden Pfarrbereichen auf das Abendmahl vorbereitet. Nun sollten sie es erstmals selbst erfahren. Konfirmation bedeutet aber auch, Taufpate werden zu können oder kirchlich zu heiraten (natürlich erst mit 18)oder an der Wahl des Gemeindekirchenrates teilzunehmen.

Als Vertreter des Rates wünschte Hans-Joachim Haun den Mädchen vor allem eines: das wohlwollende Sehen auf die Welt zu bewahren, mit offenen Augen und Herzen auf die Mitmenschen zu blicken.

Nach ihrer Tauferinnerung am Vorabend war der große Augenblick gekommen, in dem sie von Pfarrerin Claudia Kuhn Gottes Segen erhielten. Mit ihren Konfirmationssprüchen hatten die jungen Gemeindeglieder Worte von Sicherheit gewählt, stellte die Pfarrerin fest. "Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, auf den ich hoffe", für diesen Psalm entschied sich Ellena. Manjas Wahl fiel auf: "Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir", und Louisa wählte gar die Jahreslosung: "Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob."

In ihrem ersten Jahr in Osterburg 1994 hatte die Pfarrerin übrigens 27 Mädchen und Jungen konfirmiert, 1955 waren es in der Biesestadt gar 81. Im nächsten Jahr sind neun Konfirmanden angemeldet. Die erste Konfirmandenfreizeit findet am kommenden Wochenende in Kossebau statt.