In Köthen geht am Wochenende der Sachsen-Anhalt-Tag über die Bühne. Eine offizielle Delegation aus Osterburg werden die Gastgeber aber nicht begrüßen. Der Aufwand sei zu hoch. Und ein weiterer dringlicher Reise-Termin steht auch schon an, begründet der stellvertretende Bürgermeister Detlef Kränzel.

Osterburg l Die Biesestadt, 2007 selbst noch Ausrichter des Landesfestes, hat ihre eigenen Aktivitäten auf Sachsen-Anhalt-Tagen schon in den zurückliegenden Jahren deutlich gedrosselt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass wir nicht mit einer eigenen Delegation auf dem Landesfest präsent sind. Schon seit längerer Zeit steuern wir auch keinen Osterburger Beitrag zum Umzug mehr bei", machte Detlef Kränzel gegenüber der Volksstimme deutlich.

Der stellvertretende Bürgermeister erklärte auch, warum die Biesestadt eher emotionslos mit dem Landesfest umgeht. "Der Aufwand dafür ist uns schlicht und einfach zu groß", sagte er. Dass die Osterburger am kommenden Wochenende obendrein den zuletzt noch wahrgenommenen Bürgermeister-Empfang der bisherigen Landesfest-Ausrichterstädte links liegen lassen, dürfte aber auch am Folgewochenende hängen. Denn in der Zeit vom 4. bis zum 7. Juni findet in Viljandi/Estland der 35. Internationale Hansestag statt. Mit Osterburg. Detlef Kränzel wird die Einheitsgemeinde offiziell bei dem Treffen des Städtebundes vertreten, vor Ort sind außerdem Stadtrat Jürgen Emanuel (Die Linke) und eine kleine Abordnung der Osterburger Blasmusikanten. "Wir verstehen uns als altmärkische Hansestadt, deshalb ist uns eine Teilnahme an diesem Treffen wichtig", machte der stellvertretende Bürgermeister deutlich.

Mit Blick auf den Sachsen-Anhalt-Tag stellte Detlef Kränzel zudem klar, dass "unsere Region in Köthen präsent ist, selbst wenn wir Osterburger auf eine eigene Delegation verzichten. Der Landkreis Stendal präsentiert sich selbstverständlich auf dem Landesfest. Und durch ihn fühlen wir uns und unsere Region sehr gut vertreten", betonte der stellvertretende Bürgermeister.