Busch/Calberwisch (rf). Der Mitteldeutsche Rundfunk ist in dieser Woche wieder einmal in der Altmark unterwegs, um Bilder und Geschichten für die "Landtour" einzufangen.

Dort, wo die Uhren noch etwas langsamer ticken, wo jeden Morgen der Hahn mit seinem lauten Ruf die Bewohner weckt und wo noch jeder jeden kennt, begegnen Moderatorin Singa Gätgens und ihr Team eher zufällig Menschen mit ihren kleinen, liebenswerten Geschichten, heißt es in einer Mitteilung des Senders. Das ganze passiert fast ohne Drehbuch und ist deshalb eine besondere Herausforderung. Singa Gätgens: "Wir haben zwar ein, zwei Dinge im Ort angefragt, aber uns interessieren die kleinen und feinen Dinge, die wir erst im Dorf finden. Wir lassen uns von den spontanen Situationen inspirieren, das macht es so spannend und interessant für mich und die Zuschauer."

Die Ergebnisse des Freistil-Drehs sind später im MDR-Regionalmagazin "Sachsen-Anhalt heute" zu sehen. Am 26. Februar dürfte ab 19 Uhr der Beitrag zu sehen sein, der gestern in Calberwisch entstand. Dort suchten die MDR-Leute beispielsweise das Gespräch mit der Ortsfeuerwehr, die in diesem Jahr ihren 120. Geburtstag feiert. Die Wehr des kleinen Osterburger Ortsteiles zählt 25 Aktive, unter ihnen elf Kameradinnen. Selbst die Leitung der Truppe liegt in den Händen einer Frau, Astrid Kiebach. Wer in Calberwisch auf Geschichtensuche ist, kommt natürlich nicht am Schloss von Michael Dihlmann und am Oldtimerclub vorbei, der gestern trotz Eisregens sein Maskottchen, einen Lanz Bulldog, in Aktion präsentierte. Der historische Trecker wird bei der Suche des Senders nach dem ältesten Schlepper im Land noch eine Rolle spielen, aber mit Baujahr 1938 – soviel sei schon verraten – nicht das Rennen machen. Da stehen die Chancen des Dihlmann- Lanzes (1928) in Busch deutlich besser, den das Fernsehteam am Tag zuvor aufstöberte. Der Beitrag über Busch und sein ehemaliges Gut wird aber erst am 12. März über die Mattscheiben flimmern.