Wanzer (hse). Zur Jahreshauptversammlung trafen sich am vergangenen Wochenende die Mitglieder des Mühlen- und Heimatvereins "Garbe". Vorsitzender Hartmut Neumann und Vorstandsmitglied Bernd Kloss zogen positive Bilanzen des vergangenen Jahres und blickten auch auf die notwendig werdenden Aktivitäten in diesem Jahr. Mit einer Komposition des Liedermachers Gerd Schöne gedachten die Anwesenden der beiden verstorbenen Vereinsmitglieder.

Nach der offiziellen Begrüßung, auch des geladenen Bürgermeisters Hans-Joachim Hildebrandt, durch den Stellvertreter des Vereins, Jonny Buck, zog Vereinsvorsitzender Hartmut Neumann Bilanz. Neumann lenkte das Hauptinteresse der Mitglieder auf die weitere Nutzung des vereinseigenen Gebäudes, der ehemaligen Dorfschule.

Nach umfassenden Umbau- und Sanierungsarbeiten verblieb zwar in dem Gebäude das gern besuchte kleine Heimatmuseum. Aber es entstanden auch drei Wohnungen, deren Vermietung immer schwieriger werde. Auf Vorschlag des Vorstandes gebe es drei Möglichkeiten, das Gebäude weiterhin sinnvoll zu nutzen: Mieter gewinnen, in den Sommermonaten als eine Art Jugendherberge nutzen oder sie komplett als Ferienwohnungen anzubieten.

Bei den notwendig werdenden Arbeitseinsätzen geht es vor allem darum, vorhandenes zu erhalten: Zaunausbesserungen, Geländer an der Treppe zum Mühlengrund reparieren und vor allem die Standfestigkeit der Mühle durch Nachziehen der Befestigungsmuttern zu sichern. Bei einem weiteren Vorhaben, der Erweiterung des Kirchplatzes zur Verbesserung der Versorgung der oft zu Hunderten erscheinenden Gäste und Unterstellmöglichkeiten für Tische und Bänke, seien dringend Helfer notwendig. Der abgeschlossene Raum wird in Fachwerkbauweise errichtet. Sein Dach wird mit Biberschwänzen, ein Geschenk des Mitglieds Arno Neumann, eingedeckt. Der erste Arbeitseinsatz soll am 9.April um 8.30 Uhr starten.

Über die kulturellen Aktivitäten berichtete Bernd Kloss. Die kleine ehemalige Gemeinde habe sich mit den Mühlenbesichtigungen, den vierzehntägigen Backtagen, die sich immer mehr zu kleinen Kaffeerunden in freier Natur entwickeln, der Teilnahme an den nationalen Mühlentagen zu Pfingsten, der aktiven Beteiligung am Dorffest und bei den Veranstaltungen ringsum und vielem mehr einen guten Namen gemacht. Gern würden auch die Grundschulen aus der Region von den Möglichkeiten Gebrauch machen, ihre entsprechenden Projekttage bei der Besichtigung der Mühle, des Backhauses, des Museums und auch der Kirche dazu zu nutzen, den Kindern Einblicke zu geben, wie frühere Generationen gearbeitet und gelebt haben. Es sei aber dringend notwendig, noch mehr kompetente Partner für die Durchführung der Mühlenbesichtigungen zu gewinnen.

Wann und wie das zehnjährige Bestehen des Vereins (Gründung im Jahre 2001) begangen werden soll, konnte noch nicht endgültig geklärt werden. Notwendig wurde, einen neuen Kassenwart zu wählen, da Annelene Meier im vergangenen Jahr gestorben war. Dazu erklärte sich Heike Langwald bereit, die auch einstimmig das Vertrauen der Versammlung bekam. Da Langwald aber die Funktion als Kassenprüfer inne hatte, musste auch für sie ein Nachfolger gewählt werden: Klaus-Dieter Pauliks übernimmt ihren alten Posten. Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt würdigte mit lobenden Worten das Engagement der Mitglieder nicht nur zum Erhalt des technischen Denkmals, sondern auch die vielen Aktivitäten der Vereinsmitglieder zur Verbesserung des kulturellen Lebens im Dorf und in der ganzen Region. Dazu wünschte er weiterhin viel Mut und sicherte seine Unterstützung zu.