Iden. Das Jahr 2010 ließen die Mitglieder der Feuerwehr Iden am Sonnabend während ihrer Jahreshauptversammlung Revue passieren. Als Gäste begrüßte Wehrleiter Arno Stanowski unter anderem Bürgermeister Norbert Kuhlmann und Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf.

Lediglich zwei Mal wurden die Kameraden aus Iden und Rohrbeck im Vorjahr zu Brandeinsätzen gerufen. In beiden Fällen, im Januar und im Februar, stellte sich heraus, dass es sich um Fehlalarme der Brandmeldeanlage in der Landesanstalt Iden handelte. "Auch diesen Fehlalarmierungen müssen wir genauestens nachgehen", machte Stanowski deutlich, "denn es besteht immer die Möglichkeit, dass es ernst ist."

Zu insgesamt vier Hilfeleistungen rückten die Idener Brandbekämpfer in der Zeit zwischen Mai und Dezember 2010 aus. Umgestürzte Bäume, die ein Verkehrshindernis und somit eine Gefährdung darstellten, waren stets der Grund. Nach dem schweren Hagelsturm im Mai war dies an der Lindenstraße in Iden der Fall.

"Und die Feuerwehr kann es dann richten"

Nach der Beseitigung eines umgestürzten Baumes an der Brücke über die Blanke in der Rohrbecker Straße erfolgte eine Meldung an das Ordnungsamt der Verbandsgemeinde, dass dort durch weitere Bäume Gefahr drohe. "Leider ist daraufhin nichts geschehen. Unsere Meldung wurde lediglich zur Kenntnis genommen", bedauerte Arno Stanowski. So war der nächste Einsatz an eben dieser Stelle abzusehen. "Und die Feuerwehr kann es dann richten", resümierte Stanowski etwas enttäuscht und berichtete, dass die Kameraden am Heiligen Abend an der Blanke unter der Schneelast eingestürzte Bäume von der Straße holen mussten.

Während der Dienstabende fanden gemeinsame Weiterbildungen für die Kameraden aus Iden, Rohrbeck und Sandauerholz statt. Sehr gut angenommen wurde dabei der Lehrgang zur Ersten Hilfe. "Das Grundwissen über stabile Seitenlage und anderes ist zwar da, aber es aufzufrischen, ist bei allen Beteiligten gut angekommen", unterstrich der Wehrleiter.

Insgesamt sei der Ausbildungsstand der Idener Kameraden zufriedenstellend, so Stanowski. Es gibt unter anderem einen Zugführer, drei Gruppenführer, acht Kameraden mit der Qualifizierung zum Truppführer. Die Befähigung zum Atemschutzträger haben sieben Kameraden und eine Kameradin.

Diebe suchten das Gerätehaus heim

Höhepunkt des Jahres war unbestritten die Fahnenweihe im September anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der Idener Wehr. Zahlreiche Aktivitäten in der Gemeinde wie das Christbaumverbrennen und das Osterfeuer im April standen 2010 auf dem Plan. Als "schwarzen Tag" bezeichnete Stanowski den 4. November. Da brachen Diebe in das Gerätehaus ein und stahlen teure Technik, die für die Ausbildungen der Kameraden diente, und Getränkekisten, nachdem sie mit brachialer Gewalt Fenster und Türen zerstört hatten.

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wählten die Brandbekämpfer den stellvertretenden Wehrleiter. Sie stimmten für Dirk Raschke. Zum Abschluss wurde ein langjähriges Mitglied geehrt: Karl-Heinz Stallbaum gehört der Feuerwehr Iden seit 60 Jahren an.