Osterburg (rf). Ein Dutzend alter Linden an der Arendseer Straße westlich der B 189 bei Osterburg ist Geschichte.

Der Landesbetrieb Bau, verantwortlich für die Landesstraße L9 und die dazugehörige Bankette, ließ die Bäume in der vergangenen Woche sowie gestern fällen und zog damit in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal die Konsequenz aus einem fachlichen Gutachten, das den Linden ein hohes Gefahrenpotenzial für den Straßenverkehr zuschreibt.

Bei den Bäumen, wo die abgesägten Stämme noch gesund aussehen, sei unter anderem die Standfestigkeit durch Pilzbefall in den Wurzeln nicht mehr gesichert, hieß es auf Nachfrage der Volksstimme. Gefahr lauere aber auch im Geäst, in dem sich immer wieder Totholz bilde, das aus Sicherheitsgründen beseitigt werden müsse. Außerdem drohten einige Kronen unter ihrer eigenen Last auseinanderzubrechen. Über eine Krone, wie sie sich der Baumschulgärtner wünscht, verfügte ohnehin keiner der betreffenden Bäume. Weshalb die Straßenmeistereien in der Wintersaison inzwischen auch ein verstärktes Augenmerk auf den sogenannten Erziehungsschnitt legen. Die Linden an der Arendseer Straße sind längst nicht die einzigen Gehölze, die die Motorsäge fürchten müssen. Im Bereich der Osterburger Straßenmeisterei werden in diesem Winter rund 200 Bäume von der großen Linde bis zum knorrigen Apfelbaum beseitigt, wenn es das Urteil des Baumgutachters vorsieht.