Zur Bekämpfung eines Großfeuers rückten in der Nacht zum Montag die Feuerwehren aus Schönberg, Neukirchen und Seehausen aus. Die Lagerhalle eines Schönberger Landwirtschaftsbetriebes war in Brand geraten. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Schönberg. In der Nacht zum Montag ertönten in Schönberg, Neukirchen und Seehausen zwei Minuten nach Mitternacht die Sirenen. Fünf Minuten später kamen die Schönberger Kameraden mit zwei Fahrzeugen und zehn Einsatzkräften am Brandort in der Dammstraße 42 an. Wenig später waren aus Seehausen fünf Fahrzeuge, einschließlich der Drehleiter und 26 Kameraden sowie die Nachbarwehr Neukirchen mit zwei Fahrzeugen und sechs Brandbekämpfern vor Ort.

Das Stroh in einer Lagerhalle, in der auch viele Hänger untergestellt waren, brannte lichterloh, und das Feuer hatte auch schon auf die Anhänger übergegriffen.

Mittels schnell herbeigeholter Traktoren wurden die zum Teil schon brennenden Hänger aus der Unterstellhalle geschleppt und mit einem Teleskoplader und anderer Technik das Stroh vor die Halle geschoben. Bei dem Frostwetter verwandelte sich das Wasser aus den Sprühstrahlrohren schnell in ein eisiges Medium, das die Schutzbekleidung der Kameraden überzog.

Lautes Knallen macht Nachbarn aufmerksam

Die durch die Hitzeentwicklung berstenden Dachplatten aus Wellastbest waren weithin zu hören. Aus diesem Grund wurde der Brand auch von dem Schönberger Steven Iwanski bemerkt, der dann das weithin sichtbare Feuer meldete. Mit Tee und Kaffee wurden die Brandbekämpfer spontan vom Team der Parkgaststätte versorgt, wofür alle Kameraden bei den eisigen Temperaturen dankbar waren. Das brennende ausgelagerte Stroh wurde mit Schaum bekämpft. Gegen 5.30Uhr war der Einsatz vorläufig beendet.

Polizei beziffert Schaden auf rund 15000 Euro

Die Schönberger Kameraden waren gestern noch einmal vor Ort, um die schwelenden Glutnester abzulöschen. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen und die Brandstelle gesperrt. In der Halle gibt es keinen Stromanschluss, und Zug- oder Hubtechnik war keine untergestellt, sodass ein technischer Defekt als Ursache ausgeschlossen wird. Laut Mitteilung der Pressestelle des Polizeireviers Stendal beläuft sich der Sachschaden nach vorläufigen Schätzungen auf rund 15000 Euro.

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