Königsmark. Wenn das kein Erfolg ist. 35 Frauen und Männer hoben am Freitagabend den Kultur- und Sportverein der Altgemeinde Königsmark aus der Taufe. Damit trugen sich fast alle Gäste als Mitglieder der ersten Stunde in die Listen ein, die der Einladung ins Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrgerätehaus gefolgt waren. Dazu gibt es noch einige Interessenbekundungen von Leuten, die am Freitagabend verhindert waren.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Ronald Roefe, der die Vereinsgründung mit initiiert hatte und am Ende auch zum Vorsitzenden gewählt wurde. Mit Roefe hat der Verein einen entsprechend erfahrenen Mann an der Spitze. Der Königsmarker leitet ehrenamtlich nämlich auch die Geschicke der organisierten Goldbecker Rassegeflügelzüchter.

"Wir wollen etwas bewegen", hieß es in der Einladung, was in dem Fall durchaus wörtlich genommen werden darf. Denn Königsmark verfügt sogar über eine kleine Turnhalle, in der auch regelmäßig volkssportliche Aktivitäten über die Bühne gehen und die der Verein unbedingt erhalten möchte.

Eines der wichtigsten Anliegen der neuen Interessengruppe ist indes das Dorffest am Leben zu erhalten. Bei dem großen Spektakel mit rund 15 Jahren Tradition, das auch reichlich Publikum von außerhalb anzieht, war früher die Gemeinde federführend. Aber die gibt es mit der Gemeindegebietsreform ja nicht mehr.

Ein eingetragener Verein könnte da gut in die Bresche springen, als juristische Person Verträge mit Versorgern oder Künstlern und Versicherungen abschließen sowie Fördermittel und Sponsorengelder verwalten. Mit den Eigenmitteln wird der neue Verein indes noch nicht so viel bewegen können. Denn die Mitgliedsbeiträge sind mit einem Euro pro Monat (Kinder und Jugendliche zahlen die Hälfte) äußerst moderat gehalten. Das Rad wollen die Vereinsmitglieder in Sachen Dorffest auch nicht neu erfinden. Das bewährte Festkomitee soll seine Arbeit fortsetzen.

Neben dem Dorffest will sich der Verein auch um andere Feste oder kulturelle Veranstaltungen kümmern. Denkbar seien Lesungen und ähnliche Veranstaltungen.

Nach dem sich die Interessenten in der Runde schnell über die Marschrichtung ihres Vereins einig wurden, war das Durcharbeiten der Vereinssatzung ebenso wenig ein Hindernis wie die Vorstandswahl. Zumal sich für alle Posten auch Freiwillige fanden. Übrigens: Auch wenn sich der Verein "Altgemeinde Königsmark" nennt, um die Einwohner der ehemaligen Ortsteile ausdrücklich mit einzubeziehen, dürfen natürlich auch Kultur- und Sportfreunde außerhalb der Königsmarker Grenzen Mitglied werden.