In der Lindensporthalle feierten Frauen aus Osterburg und Umgebung am Donnerstag Weiberfastnacht. In das Programm brachten sich hauptsächlich Frauen der Osterburger Carnevalsgesellschaft ein. Aber auch Ingeburg Mikulla und die Sportgruppe Doutnik sorgten mit ihren Beiträgen für Stimmung.

Osterburg. Ausverkauft war die Lindensporthalle zur Weiberfastnacht, deren neunte Auflage am Donnerstag ein los- und ausgelassenes Närrinnenvolk feierte. Getreu dem Motto der 36. OCG-Saison "Mit Tomahawk und Marterpfahl feiern wir heut Karneval" sah man im Trubel viele Cowgirls, Squaws, Mexikanerinnen und Trapperfrauen. Aber auch bei anderen Kostümen hatten deren Trägerinnen viel Fantasie walten lassen, denn man sah ebenfalls Bauchtänzerinnen, Katzen, Hexen, Nonnen, Clowns und Märchenfeen. Beliebt waren auch Verkleidungen mit teuflischem Outfit.

Der Einmarsch des Prinzenpaares Michael und Nicole gab gewissermaßen den Startschuss für das nun folgende Spektakel. Schnell hatte DJ Giudo nach dem Gardetanz die Stimmung angeheizt, und das Programm, gestaltet von den "teuflischen Weibern" der OCG, nahm seinen Lauf. Schwupps hatte die Prinzessin zur Schere gegriffen und, wie es Brauch ist, ihrem Gemahl erst einmal den Schlips abgeschnitten.

Leider, so bedauerten die beiden Moderatorinnen Ute Gauter und Meike Petzholz, sei in diesem Jahr die Mitwirkung des Publikums an der Programmgestaltung eher bescheiden gewesen. Nur zwei der zehn Programmpunkte, nämlich der Auftritt von "Röschen mit den heißen Höschen" in persona von Ingeburg Mikulla und die Sportgruppe Doutnik, geleitet von Doris Doutnik, seien "von außen" gekommen. "Für nächstes Jahr erhoffen wir uns wieder mehr Mitwirkung vom Publikum; niemand muss perfekt sein", sagte Ute Gauter.

Die Klatschtanten Syrka Behr und Harry Böttcher (mit Damenbart) hatten allerhand frivole Schoten auf Lager und wurden mit einer dreistufigen Rakete belohnt. Gelächter und stürmischer Beifall an den Tischen blieben nicht aus und ließen deuten: Das wollen die Weiber hören! Erneut und wiederum erfolgreich brachten die umnebelten Dicospatzen ihr Afrika-Medley auf die Bühne. "Röschen" zeigte ungeniert ihre heißen Höschen, die man heute als Liebestöter bezeichnet. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, ihre Figur verändern zu wollen, nach dem Besuch einer Fitnessfarm aber resigniert festgestellt: "Aus einem Ackergaul kann man kein Rennpferd machen! Ich will so bleiben wie ich bin, mit dickem Hintern und Doppelkinn." Sie kündigte an, eine Frauenpartei zu gründen.

Eine Rakete verdienten sich auch die sechs Frauen der Sportgruppe Doutnik, die das Publikum zum Mitmachen animierten. Meike Petzholz: "Das war super! So sieht es aus, wenn das Publikum das Programm mitgestaltet." Noch ein paar Kloben Holz legten Ralf Gauter und Dietmar Handzelek in das Stimmungsfeuer, als sie, von einigen Damen unterstützt, lautstark ankündigten: "Wir sind wieder hier, supergeil sind wir, geben richtig Gas ..." und mit Texten bekannter Schlager nicht zimperlich umgingen.

Wie bunte Wellen wogten die Weiber an den Tischen beim Schunkeln. Begeistert blieben sie den ganzen Abend über, auch, als dann die Bieseboys, noch einmal die Discospatzen mit einem Tanzmedley und zum Schluss das Männerballett auftraten. Mit einem Walzer gab das Prinzenpaar die Aufforderung zum Tanz.

 

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