In der Grundschule Seehausen beginnen in Kürze die Bauarbeiten für die seit Jahren geplante Sanierung der Bildungsstätte. Los geht es zunächst mit Abbrucharbeiten in dem für den ersten Bauabschnitt vorgesehenen Gebäudekomplex.

Seehausen. "Der Auftrag für die Abbrucharbeiten wurde bereits öffentlich ausgeschrieben und vergeben. Der Baubeginn ist für Anfang April vorgesehen", so der Bauamtsleiter der Verbandsgemeinde Seehausen, Guido Mertens, auf Nachfrage der Volksstimme. Die Gewerke Stahlbau und Bauhauptgewerk wird in der nächsten Woche ausgeschrieben, und die Veröffentlichung der weiteren Gewerke erfolgt je nach Baufortschritt in der nachfolgenden Zeit. "Alle Ausschreibungen werden im Ausschreibungsanzeiger Sachsen-Anhalt erfolgen", betont Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz. Regionalen Firmen, die Interesse daran haben, Angebote abzugeben, sei zu empfehlen, die entsprechenden Veröffentlichungen zu verfolgen.

Wie Mertens weiter ausführt, sei die Gesamtbaumaßnahme in zwei Jahresabschnitte unterteilt. In diesem Jahr erfolgt der Umbau des ersten Abschnitts, der aus insgesamt drei Gebäudeteilen besteht und in dem sich neben mehreren Klassenräumen auch der Speiseraum befindet. "Es wird eine neue Raumaufteilung vorgenommen. Die Klassenräume werden vergrößert, und der Speiseraum wird zur Aula umgebaut. In diesem ersten Abschnitt werden sechs Unterrichtsräume entstehen", erklärt der Bauamtsleiter.

Vorgesehen ist es, diesem Komplex bis zum Jahresende abzuschließen. In diesem Komplex soll im Sommer auch die Heizung umgebaut werden, sodass voraussichtlich in den nächsten Winterferien die Grundschüler, die gegewärtig noch in dem ehemaligen Sekundarschulräumen unterrichtet werden, die ersten neuen Klassenräume in Besitz nehmen könnten. Reinhard Schwarz: "Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, die bereits in Auftrag gegeben wurde, wird darüber entscheiden, ob eine neue Gasheizung oder eine Holzhackschnitzelheizung in die Schule kommt."

Der für 2012 geplante zweite Bauabschnitt wird schließlich den Umbau des gesamten "restlichen" Grundschulkomplexes umfassen. Dazu gehören neben der Turnhalle noch mehrere weitere Klassenräume. Laut Mertens umfasst die Maßnahme ein Finanzvolumen von insgesamt zwei Millionen Euro. Mit einem Kostenumfang von jeweils rund einer Million Euro seien beide Abschnitte etwa gleich groß und aufwändig.

"Ab demnächst müssen wir uns darüber Gedanken machen, welcher sinnvollen Nutzung der ehemalige Sekundarschulkomplex zugeführt werden kann. Ich bin zuversichtlich, dass sich eine Lösung finden wird", so der Verbandsgemeindebürgermeister abschließend.