Das Biosphärenreservat Mittelelbe mehr in den Focus der Öffentlichkeit zu rücken, ist Anliegen der Dauerausstellung, die in dieser Woche im Arneburger Rathaus eröffnet wurde. Zu diesem Anlass kam Dr. Hermann Onko Aeikens, in Sachsen-Anhalt Minister für Landwirtschaft und Umwelt, in die Elbestadt.

Arneburg. "Es ist eine gute Konstellation, Biosphärenreservat und Verwaltung unter einem Dach zu vereinen. So gibt es Synergieeffekte", schätzte der Minister ein. Zudem zeuge die Ausstellung im Foyer von Transparenz im Rathaus. Die Reservatsverwaltung ist seit 2007 im Rathaus ansässig. Ebenfalls im Haus anzutreffen ist das Tourismusbüro. "Ich hoffe, dass wir es wieder besetzen können. Bis jetzt gibt es vom Jobcenter noch keine Zusage", berichtete Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf.

Den Menschen die Natur ein Stück näherzubringen, Verständnis zu schaffen für das Zusammenspiel von Natur, Kultur, Wirtschaft und Landwirtschaft, ist Ziel der Reservatsverwaltung. Diese Akzeptanz gelinge vor allem auch durch die Zusammenarbeit mit der Stadt, so Bürgermeister Lothar Riedinger. Als Beispiel nannte er das Konzept des Auenpfades und die Partnerschaft mit der Kindertagesstätte. Die Kinder aus der Tagesstätte "Elbräuber" trugen zur Ausstellungseröffnung ein Programm vor. Sie dankten damit für die gemeinsamen Aktionen wie die Spurensuche oder das Aufbauen eines Weidenzeltes. Derzeit wird ein Sinnesgarten angelegt.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Nico Schulz dankte für die Arbeit der Reservatsverwaltung, mit der es bisher immer geschafft worden sei, Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung der Region unter einen Hut zu bekommen. Mit der Arbeit der Mitarbeiter und der Ausstellung sollen die Menschen erreicht werden. "Nur so kriegen wir Verständnis in die Köpfe", so Minister Aeikens

Die Ausstellung im Foyer wird in der Landschaft fortgeführt. Der Pavillon mit Informationen zum Biosphärenreservat vor dem Rathaus und der Auenpfad gehören dazu, erklärte der Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung, Guido Puhlmann.