Osterburg. 150 Euro spülte der Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung in die Klassenkasse der 9a des Osterburger Markgraf-Albrecht-Gymnasiums. Mit Tatendrang und Kreativität hatten sich die Schüler intensiv mit dem Thema "Straßennamen aufgedeckt" befasst und augenscheinlich mit ihrem Beitrag dazu überzeugt. Ihre Anstrengungen wurden jetzt mit einem Preisgeld von 150 Euro belohnt.

Die Osterburger Gymnasiasten hatten die Umbenennung der Puschkin-Allee in Heinrich-Eckolt-Allee in der Biesestadt untersucht. Gemeinsam mit ihrer Sozialkundelehrerin Undine Theiß fiel die Entscheidung für diese Straße relativ schnell, da Eckolt früher Schulleiter am heutigen Gymnasium war und viele Schüler täglich die Allee auf ihrem Weg vom Busbahnhof zur Schule entlang gehen.

Für ihre Recherchen besuchten die Schüler das Kreisheimatmuseum in Osterburg und die Stadtverwaltung. Außerdem führten sie Gespräche mit Anwohnern und mit Vertretern des Stadtrates. Besonders hilfreich war die Unterstützung von Ekkehard Groskopf, der vor wenigen Jahren den Stein für die Umbenennung ins Rollen gebracht und umfangreiches Material gesammelt hatte.

Ihre Informationen wie auch die sorgfältig ausgewählte Illustrationen hatte die Klasse zu einer bebilderten Dokumentation zusammengestellt und in Bonn als ihren Wettbewerbsbeitrag eingereicht.

Die Konkurrenz, gegen die sich die Osterburger mit ihrem Beitrag behaupteten, war nicht zu unterschätzen. Mehr als 60000 Jugendliche der fünften bis elften Jahrgangsstufen aus Deutschland und Österreich hatten sich beim Schülerwettbewerb zur politischen Bildung 2010 eingebracht und in über 3000 Teams Projekte zu den Themen "Straßennamen aufgedeckt", "Regenbogenland Südafrika - mehr als nur Fußball", "Treffpunkt? Lieblingsplatz!", "Armut - und raus bist Du!", "Traumfabrik Castingshow?" und "Politik brandaktuell" erarbeitet.

Ziel des Schülerwettbewerbs, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, ist es, interessante Themen in die Schulen einzubringen, methodische Anstöße zu geben und so die Arbeit der Pädagogen zu unterstützen.

Über die Verwendung des Preisgeldes berät die 9a noch. Vermutlich wird das Geld zur Finanzierung eines Ausflugs nach Berlin genutzt