Die Seniorentagesstätte in Kläden feierte am 9. März ihr zweijähriges Bestehen. Aus diesem Grund hatte der Verein, der die Tagesstätte betreibt, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Kläden. "Im vergangenen Jahr haben wir im Durchschnitt 5,5 Personen am Tag betreut", blickte Diana Wernecke, Vorsitzende des Vereins "Seniorentagesstätte Schloss Kläden", am Sonnabend auf 2010 zurück. Am Rande des Tages der offenen Tür galt ihr Rückblick aber auch den zurückliegenden 24 Monaten, denn am 9. März feierte die Seniorentagesstätte in Kläden ihr zweijähriges Bestehen.

Der Anfang sei nicht einfach gewesen. Wer seine Familienangehörigen betreut, müsse sich auch erst einmal damit auseinandersetzen, den zu Betreuenden stundenweise in einer Tagesstätte "abzugeben". Dabei sei eine Seniorentagesstätte vergleichbar mit einer Kindertagesstätte und bei Letzterer gäbe es ja auch keine Bedenken, die Kinder in der Kita zu lassen.

Mittlerweile kann der Verein "Seniorentagesstätte Schloss Kläden" bei der Zahl der zu Betreuenden einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnen. "Im laufenden Jahr rechne ich mit über sechs Personen am Tag im Durchschnitt", erklärte Diana Wernecke. Die Seniorentagesstätte ist für insgesamt zwölf Personen ausgelegt. Die fachliche Betreuung gewährleisten zwei Festangestellte. "Der Rest wird über Ehrenamtliche abgesichert", so Wernecke. Die zu Betreuenden kommen vornehmlich aus der Region, unter anderem aus Steinfeld, Könnigde, Döllnitz, Grassau und natürlich aus Kläden. Einige sind jeden Tag hier, andere an bestimmten Wochentagen nur stundenweise.

Zudem bietet die Klädener Seniorentagesstätte ihre Dienste auch bei den zu Betreuenden zu Hause an. Der Verein ist ein in Sachsen-Anhalt anerkannter Anbieter "niedrigschwelliger Betreuungsdienste", erklärt Diana Wernecke. Das bedeutet, auf Antrag können die Betreuungskosten von den Pflegekassen erstattet werden. So besteht zum Beispiel für interessierte Klädener oder Bismarker, die ihre Lieben nicht außer Haus betreuen lassen möchten, die Möglichkeit, diesen Dienst in der eigenen Häuslichkeit in Anspruch zu nehmen. Auch hierfür können die anfallenden Kosten von den Pflegekassen erstattet werden.

Zum Tag der offenen Tür wurde die Klädener Seniorentagesstätte nicht gerade überrannt. "Damit hatten wir auch nicht gerechnet", erklärte Diana Wernecke. "Viele schauen auch einfach mal in der Woche bei uns vorbei oder rufen an. Da ist nicht unbedingt ein Tag der offenen Tür notwendig." Dennoch verschafften sich am Sonnabend einige Angehörige einen Einblick in die Räumlichkeiten und natürlich auch in die Arbeit der Tagesstätte. Info-Blätter zu den Tagesabläufen waren ausgelegt und eine Chronik, in der man die Entwicklung des Vereins in den vergangenen zwei Jahren nachblättern konnte.

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