"Werben für Kinder" nennt sich ein Förderverein, den ein Frauenseptett in der Elbestadt aus der Taufe gehoben hat. Am Wochenende stellten die Gründungsmütter den Verein und sein Anliegen bei einem "Kaffeeklatsch" im Rathaus des Elbestädtchens vor.

Werben. "Wir möchten, dass unsere Kinder später einmal sagen können: Wir hatten eine wundervolle Kindheit in Werben." So bringt Ines Bergmann das Anliegen des neu gegründeten Vereins auf einen kurzen Nenner. Und die 1. Vorsitzende erläutert. "Wir haben Bedarf und Bedürfnisse gesehen, etwas für die Kinder zu bewegen." Ein Verein, fügt sie an, sei dafür eine gute Plattform.

Positiv denken

Zwar wollen Bergmann und ihre Mitstreiter "positiv nach vorn denken", doch machen sie keinen Hehl daraus, dass sie die Befürchtung hegen, "irgendwann macht jemand das Licht aus", wie es Bergmann formuliert. Genährt werden solche Sorgen durch die Diskussionen über den Erhalt Werbens als Schulstandort und die ab 1. April ausgereizte Kapazität der örtlichen Kindertagesstätte.

Einrichtungen erhalten

So hat der Verein dann auch die "Erhaltung des Grundschulstandortes und der Kindereinrichtungen in Werben" als eine seiner Aufgaben formuliert. Das spiegelt sich auch in den diesjährigen Vorhaben wider, über die die Frauen am Wochenende informierten. So wollen sie die Kita bei der Neugestaltung des Spielplatzes unterstützen und zwei Töpfernachmittage für Schulkinder in den Osterferien anbieten.

Apropos Ostern: Am Ostersonntag, 24. April, richtet der Verein ein Eiertrudeln aus. Höhepunkt dürfte aber wohl ein Kinderfest im Lunapark werden, das am 28. Mai über die Bühne gehen soll.

"Stellen wir etwas für die Kinder auf die Beine, dann signalisieren wir auch dem Stadtrat und der Verbandsgemeinde, wie wichtig uns der Nachwuchs und der Erhalt der Einrichtungen ist", so Bergmann, die auf die Unterstützung und Mithilfe vieler Bürger sowie von Vereinen und Organisationen setzt.

"Solch ein Verein macht natürlich auf Probleme der Kinder- und Jugendarbeit aufmerksam", schätzte Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf ein. Der Landtagsabgeordnete Nico Schulz aus Krumke füllte beim "Kaffeeklatsch" im Rathaus gleich seine Beitrittserklärung aus und begründete: "Als Abgeordneter möchte ich die Aktivitäten bewusst unterstützen. Es zählt zu meinen politischen Zielen, die Grundschulen auf dem Lande zu erhalten."

Hoffen auf Zuzüge

Ines Bergmann dürfte es gern gehört haben, schließlich knüpft sie an ein gutes Angebot für die jüngsten Werbener eine große Hoffnung: "Wenn die Kinder hier behütet und sicher aufwachsen können, dann erhalten wir in der Stadt vielleicht Zuzug. Und die, die in Werben groß geworden sind, entscheiden sich dann hierzubleiben."