Im Rahmen der Jahreshauptversammlung zog die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Pollitz am Sonnabend im "Haus der Begegnung" Bilanz des zurückliegenden Jahres.

Pollitz. Viele ernsthafte Einsätze hatten die Pollitzer Kameraden im Jahr 2010 glücklicherweise nicht zu verzeichnen. "Aber das Jahr begann für uns gleich am 2. Januar. Ein Hund war aus dem Eis zu retten. Zur Hilfe kam die Feuerwehr Seehausen mit ihrem Schlauchboot. So konnte der Einsatz erfolgreich abgeschlossen werden", begann Wehrleiter Michael Rausch seinen Rechenschaftsbericht. Zumeist um technische Hilfeleistung ging es bei mehreren weiteren Einsätzen.

Aber auch sonst waren die Pollitzer Kameraden über das Jahr 2010 hinweg sehr aktiv. Ein Höhepunkt war die Ausrichtung des Abschnittsausscheides der Wehren der Verbandsgemeinde Seehausen im Juni anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Feuerwehr Pollitz. Für die Organisation hatte es von vielen Seiten Lob gegeben. "Am Abend wurde dann noch ein Dorffest veranstaltet. Das kam bei den Bürgern sehr gut an. Darum ist zu überlegen, ob wir es in jedem Jahr durchführen", regte Rausch an.

Auf die zahlreichen Aktivitäten in Sachen Aus- und Weiterbildung und auf die Arbeit der Jugendwehr ging der stellvertretende Wehrleiter Norman Schulz ein, der gleichzeitig Jugendwehrleiter und Ausbildungsverantwortlicher ist. Er ging auf mehrere Übungen, unter anderem gemeinsam mit den Wehren der Gemeinde Aland und Ausbildungen bei der Feuerwehr Seehausen ein. Sehr viel gebracht habe zum Beispiel eine Eisrettungsübung im Januar in Wahrenberg. Mehrere Kameraden absolvierten Feuerwehr-Fachlehrgänge in Hoyrothsberge und qualifizierten sich dadurch weiter. Was die Beteiligung an Ausbildungen und auch Übungsabenden betrifft, wäre eine größere Beteiligung, oftmals wünschenswert. Den zahlreichen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr Pollitz widmete Schulze einen separaten Bericht. Immerhin 110 Stunden betrug die Ausbildungszeit des Nachwuchses im Jahr 2010. Enttäuscht seien die Kinder und Jugendlichen aus Pollitz und nicht zuletzt er selbst von dem Zeltlager der Jugendwehren in Werben gewesen. "Wir haben eine andere Vorstellung von einem Zeltlager. Das ganze Jahr über befassen wir uns selbst mit der Ausbildung und nehmen an Vergleichen teil. Da müssen wir nicht noch im Zeltlager Wettkämpfe haben", so Schulze. Unter anderem darum werde sich die Feuerwehr Pollitz in diesem Jahr nicht an dem Zeltlager beteiligen. Schulze bedankte sich insbesondere bei den Feuerwehren Aulosen, Wanzer und Seehausen für die gute Zusammenarbeit.

An der Jahreshauptversammlung nahm auch der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter Lutz Mewes teil. Er lobte, dass die Feuerwehr Pollitz eine der wenigen Wehren in der Verbandsgemeinde sei, die über eine komplett ausgebildetet Wehrleitung verfüge. Was die Einsatzbereitschaft am Tage betreffe, bestünden in Pollitz jedoch ähnliche Probleme wie in fast allen anderen Orten. Es sei wichtig, gemeinsam zu überlegen, wie man die Situation verbessern könnte. Mewes lobte die gute Jugendarbeit der Pollitzer Wehr. Nachholbedarf bestehe noch bei der Ausbildung weiterer Atemschutzgeräteträger.

Horst Sandmann ging auf den Einsatz der Kameraden beim jüngsten Hochwasser ein. "Die Pollitzer waren mittendrin im Krisengebiet und haben gemeinsam mit vielen anderen dazu beigetragen, dass Schlimmeres verhindert werden konnte." Zum Schluss des offiziellen Teils wurden mehrere Kameraden befördert und ausgezeichnet.