Nach den Landtagswahlen 2001 und 2006 hat sich Nico Schulz (CDU) zum dritten Mal in Folge im Wahlkreis 3 das Direktmandat zum Einzug in den Landtag gesichert. Mit einem Ergebnis, das landesweit nur von Schulz\' Fraktionskollegen Holger Stahlknecht übertroffen wird.

Osterburg. Gegen 19.45 Uhr schwand am Sonntag die letzte Anspannung aus dem Gesicht von Nico Schulz. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Ergebnisse aus 70 der insgesamt 86 Wahllokale vor - und der Osterburger CDU-Landtagsabgeordnete mit 41,7 Prozent der ausgezählten Erststimmen deutlich vorn. Schulz, der die Wahlnacht mit Familie, Freunden und Unterstützern im Hotel "Kanzler" erlebte, bedankte sich zuerst bei seinen Wählern und den vielen Helfern, die dem Krumker bei seinem Kampf um den Wiedereinzug in das Magdeburger Landesparlament unterstützend zur Seite gestanden hatten. "Sei es beim Anbringen von Wahlplakaten, bei der Organisation von Veranstaltungen oder Terminen. Und natürlich bedanke ich mich auch bei all denen, die meinen Wahlkampf finanziell unterstützt haben", sagte der Landtagsabgeordnete, der sich am Ende des langen Abends und nach dem Auszählen aller Stimmen sogar über 41,8 Prozent freuen konnte. Damit erreichte Schulz ein noch besseres Ergebnis als vor fünf Jahren (2006 hatte der Krumker 41,1 Prozent der Erststimmen auf seine Person vereint). Landesweit schaffte Nico Schulz damit zudem nach seinem Parteifreund Holger Stahlknecht (42,4 Prozent) das zweitbeste Ergebnis aller Direktkandidaten. Mit Blick auf das Gesamtergebnis und den Wahlsieg der CDU machte Schulz aber schon am Sonntagabend im "Kanzler" deutlich: "Wir können uns freuen. Es ist aber kein grandioser Sieg, denn im Vergleich zu der vorherigen Wahl haben wir als CDU weniger Zweitstimmen errungen." Als wesentlichen Grund dafür nannte Schulz die Atomkraftwerks-Katastrophe. Und auch die Äußerungen der Bundeskanzlerin Angela Merkel über Salzwedel hätten sich als wenig hilfreich erwiesen, machte er deutlich. Mit Blick auf sein persönliches Ergebnis (Schulz schnitt mit 41,8 Prozent deutlich besser ab als die CDU, die im Wahlkreis Osterburg-Havelberg 34,8 Prozent der Zweitstimmen erhielt), machte der Christdemokrat gegenüber der Volksstimme deutlich: "Ich denke, die Wähler haben mein Engagement im Landtag für die ländliche Region wahrgenommen und honoriert. Deshalb ist dieses Ergebnis für mich ein klarer Auftrag, mich in Magdeburg weiterhin für die Belange des ländlichen Raumes stark zu machen".

Die Zweitstimmen-Ergebnisse aus den Wahllokalen des Altkreises sowie die Erststimmen-Verteilung in der Einheitsgemeinde Osterburg finden Sie auf den nächsten Seiten. Die Erststimmen-Ergebnisse in den Wahllokalen der Verbandsgemeinden Seehausen und Arneburg-Goldbeck lesen Sie in der morgigen Ausgabe.