Voraussichtlich im Juni startet der Bau eines zweiten Solarparkes in Goldbeck. Er entsteht auf einer Fläche von rund 13 Hektar im Norden des Dorfes.

Goldbeck. Etwa 2,7 Millionen Kilowattstunden Strom soll das Solarkraftwerk II in Goldbeck aus Sonnenkraft erzeugen. Auch wenn das Vorhaben noch keine sichtbaren Spuren im Ort aufweist, rückte es während der Gemeinderatssitzung am Montagabend in Bertkow in den Blickpunkt.

Dort verabschiedeten die Ratsmitglieder einen Durchführungsvertrag zum Bebauungsplan für das Gelände, auf dem der Solarpark errichtet wird. Eine Formalie. Die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschloss das Gremium bereits im Dezember 2009. Inzwischen hat sich der Name des Vertragspartners geändert. Beck Energy, das den ersten Solarpark errichtete und die Planungen für den zweiten vorantrieb, gehört jetzt zur Unternehmensgruppe Beletric. Deshalb der neue Durchführungsvertrag.

"Baustart soll voraussichtlich im Juni sein", erklärte Bürgermeister Torsten Dobberkau. Das bestätigte Projekt-entwickler Thomas Kuhlmann gestern auf Volksstimme-Nachfrage. Er schränkte aber ein: "Wir werden in Kürze den Bauantrag beim Landkreis einreichen. Dann müssen wir sehen, wie schnell die Genehmigung erteilt wird."

Beim anvisierten Baustart im Juni könnte das Solarkraftwerk im September ans Netz gehen. Es entsteht auf einem Areal von gut 13 Hektar, das den sogenannten Schlammberg, einen ehemaligen Schlammteich der Ex-Zuckerfabrik und eine Fläche nahe des Schützenhauses umfasst. Nach Angaben von Kuhlmann können mit den dort erzeugten 2,7 Millionen Kilowattstunden Strom etwa 780 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden.

Das ist viermal so viel wie die Leistung des Solarparkes I, der seit elf Monaten Sonnenkraft in Energie umwandelt.