Die Karawane zieht weiter. Nachdem das Dampfpflugfest zweimal in und um das Schloss Calberwisch gefeiert wurde, steigt das nächste Spektakel im rund zehn Kilometer entfernten Busch.

Calberwisch/Busch. Platz- und Organisationsgründe machten Schlossherr Michael Dihlmann und seine Mitstreiter, die unter anderem vom Oldtimerstammtisch, vom Kulturförderverein "Östliche Altmark" und aus der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Unterstützung bekommen, für den Umzug des Oldtimertreffens geltend. Es ist kein Geheimnis, dass die Organisatoren mit der Unterstützung der Stadtverwaltung Osterburg unzufrieden waren (wir berichteten). Wie es um die Hilfe durch die Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck steht, wird sich zeigen. Zumindest tritt die Kommune als Schirmherr in Erscheinung.

Der Ortswechsel war für den Biobauern mit Hang zu Kultur, Tourismus und Gastronomie eine vergleichsweise leichte Entscheidung. Denn Dihlmann gehört nicht nur das Schloss Calberwisch, sondern auch das ehemalige Rittergut Busch. Allerdings mit dem komfortablen Unterschied, dass er in und um den Idener Ortsteil über reichlich eigene Flächen verfügt und die Landmaschinenfreunde (bei allem Verständnis der bisherigen Partner) keine Schäden auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen von Dihlmanns Berufskollegen mehr anrichten können.

Schon Ende des vergangenen Jahres hatte der Landwirt erklärt, das Spektakel in der Fruchtfolge seiner Ländereien berücksichtigt zu haben. Soll heißen, dass es genug begrüntes Land für Ausstellungs- sowie Demonstrationsflächen oder Parkplätze gibt. Genug steht in dem Fall für mindestens zehn Hektar. Außerdem kann Dihlmann in Busch im Schlecht-Wetter-Fall auf mehr überdachte Flächen für das Publikum verweisen. Besonders umzustellen brauchen sich die Akteure des Festes von den natürlichen Voraussetzungen her nicht. Hier wie da müssen sie sich mit dem schweren Wischeboden arrangieren.

Die 3. Altmärkischen Oldtimertage, die am 27. und 28. August, jeweils zwischen 11 und 18 Uhr, mit Tier- sowie Technikschau und einem kulturellen Rahmenprogramm über die Buscher Naturbühne gehen, firmieren ab diesem Jahr unter dem Namen "Grünes Wochenende". Ein deutlicher Fingerzeig darauf, dass der Dampfpflug dieses Mal nicht in die Altmark kommt. "Das Gespann dürften indes mittlerweile alle erlebt haben, die sich für das Ereignis interessieren", argumentiert Dihlmann für neue Akzente.

Dass die Technik nicht zu klein daherkommt, dafür wird unter anderem Europas stärkster Schlepper sorgen, der seine Heimat übrigens ebenso wie die Dampflokomobile in Bayern hat. Gemeint ist der Profi-Gigant der Firma Schlüter, der 650 Pferdestärken unter der Haube hat.

Wie gehabt, ist natürlich wieder jede Menge historische Technik in Aktion zu sehen. Sei es beim Mähbinden, beim Dreschen, in Form einer Feldbahn oder von Traktor getriebenen Eisenbearbeitungsgeräten des Schmiedeclubs Weltersburg, der in Busch seinen Einstand feiert.

Ein großer Teil der Ausstellungsfläche ist einmal mehr für die Oldtimerfreunde oder Händler von Oldtimerteilen, von modernen Landmaschinen und Kommunaltechnik reserviert. Das bunte Programm vervollständigen ein Bauernmarkt, zahlreiche Versorgungs- und Verkaufsstände sowie Fahrgeschäfte für Kinder.

In diesem Jahr ist mit Unterstützung des Altmärkischen Vereins für Schafzucht und Schafhaltung erneut ein Leistungshüten geplant. Dazu ist eine Tierschau im Gespräch. Die Veranstalter seien noch offen für Vereine, die sich entsprechend einbringen wollen, so Dihlmann. Es seien auch noch weitere Mitwirkende willkommen, die beim Pferdepflügen mitmachen wollen. Die Ein-PS-Schlepper können - wenn auch bei begrenzter Kapazität - kostenlos untergestellt werden. Den Mitwirkenden winken in diesem Jahr wieder Vergünstigungen auf dem Platz und eine Party am Sonnabendabend.

Wer Kontakt zu Michael Dihlmann aufnehmen will, kann das per Telefon unter 0172/1798570 oder per e-Mail unter info@calberwisch.info tun. Spezieller Ansprechpartner für Oldtimerfreunde ist der Osterburger Jürgen Endreß, der unter Telefon 03937/80080 zu erreichen ist.

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