Wahrenberg (apu). Die Freiwilligen Feuerwehren des Ausrückebereichs 5 (Gemeinde Aland) der Verbandsgemeinde Seehausen führten am Wochenende am Wahrenberger Sportplatz eine gemeinsame Ausbildung durch. Daran nahmen 32 Kameraden und Kameradinnen der Wehren aus Aulosen, Wanzer, Pollitz, Wahrenberg und Krüden-Vielbaum teil.

"Ziel der Ausbildung war es unter anderem, die Zusammenarbeit im Ausrückebereich zu festigen, bereits erlernte Kenntnisse zu wiederholen sowie neue Fähigkeiten zu erlernen. Ein ganz besonderes Augenmerk galt dem Thema Atemschutzeinsätze und der Löschwasserförderung", berichtete der stellvertretende Verbandsgemeindewehrleiter und Leiter des Ausrückebereichs Aland, Lutz Mewes.

Die Ausbilder - in diesem Fall die Verbands-, Zug- und Gruppenführer der beteiligten Feuerwehren - hatten am Sportplatz verschiedene Stationen vorbereitet, die die Kameraden in Gruppen durchliefen. Eine Ausbildungseinheit bildete das Thema Atemschutzüberwachung. Dabei lernten die Teilnehmer, was bei der Überwachung zu tun ist, welche Fakten erfasst werden müssen und welche Hilfsmittel dafür zum Einsatz kommen.

Die zehn anwesenden Atemschutzgeräteträger führten im Anschluss truppweise eine simulierte Personensuche in einem vermeintlichen Brandobjekt durch. Dazu wurde ein Raum des Sportlerheims mit einer Nebelmaschine verraucht, der dann durchsucht wurde. "Um diesen Ausbildungsteil realistisch zu gestalten, mussten alle vorhandenen Räume durchsucht und entsprechend markiert werden. Im verrauchten Teil kam auch die Wärmebildkamera der Verbandsgemeinde Seehausen zur Anwendung, um die dort befindliche Person sicher zu finden. Dabei wurden gleichzeitig die verschiedenen Such-Taktiken vermittelt und trainiert. Nachdem die vermisste Person im Brandobjekt gefunden worden war, musste diese dann noch aus dem Gebäude gerettet und an die bereitstehenden Ersthelfer übergeben werden", erklärte Mewes. Die Kameraden, die nicht über eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger verfügen, trainierten die Versorgung der Einsatzstelle mit Löschwasser. Dazu wurden verschiedene Möglichkeiten der Wasserentnahme vorgestellt und geübt. Das Gelände bot dazu alle Möglichkeiten, da ein Unterflurhydrant, ein Löschwasserbrunnen und eine offene Wasserentnahmestelle vorhanden sind. Gleichzeitig konnten alle Maschinisten die verschiedenen im Ausrückebereich vorhanden Feuerlöschpumpen kennenlernen und deren Handhabung erproben. Außerdem erfolgte eine Einweisung an den zur Verfügung stehenden Pumpen der Löschfahrzeuge. Eine weitere Ausbildungseinheit beschäftigte sich mit der Löschwasserförderung über lange Wegstrecken, mit der Wassereinspeisung in Verstärkerpumpen und in die Pumpen der Löschfahrzeuge sowie der richtigen Ausbringung. Mewes: "Dabei wurden Grundkenntnisse aufgefrischt aber auch so manches Neue vermittelt und trainiert." Gegen Mittag hatten dann alle Beteiligten die vorbereiteten Stationen durchlaufen und es konnte an den Abbau der Gerätschaften gehen. Vorher wurden durch einige Kameraden noch verschiedene Möglichkeiten für die Rettung von in Not geratenen Atemschutzgeräteträgern und anderen Personen demonstriert.

Im Gerätehaus Wahrenberg erfolgte anschließend eine kurze Auswertung, bevor sich alle eine Stärkung in Form einer Bockwurst genehmigten. Die Versorgung wurde durch den Förderverein der Feuerwehr Wahrenberg übernommen.

Im Anschluss wurden die 20 geleerten Druckluftflaschen der Atemschutzgeräte aufgefüllt, was mit Unterstützung der Feuerwehr Seehausen und ihrer Atemluftfüllanlage im Gerätehaus der Wischestadt erfolgte. Gegen 14 Uhr waren alle Feuerwehren in ihren Heimatstandorten und stellten dort die vollständige Einsatzbereitschaft wieder her. "Dieser Ausbildungstag kann als rundum gelungen angesehen werden", resümierte Lutz Mewes.

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