Rossau (nm). Am 28. März sollen in Klein Rossau die Bauarbeiten zur Schmutzwasser-Erschließung der Haushalte beginnen. Das kündigte Susanne Ahrens vom Wasserverband Stendal-Osterburg am Dienstagabend an. Gemeinsam mit Planerin Dr. Dörthe Bethge-Steffens und Bauleiter Manfred Paul war Ahrens an dem Abend auf Einladung von Ortsbürgermeister Bernd Drong im Rossauer Dorfgemeinschaftshaus zu Gast, um mit den Einwohnern über das aller Voraussicht nach bis Ende September laufende Vorhaben zu sprechen. Nach Angaben der Mitarbeiterin des Wasserverbandes entsteht am Ortsausgang Richtung Flessau ein Pumpwerk, in der Dorfstraße wird ein Schmutzwasserkanal verlegt. Die Baukosten dieser Maßnahme bezifferte Susanne Ahrens auf 730000 Euro.

Sämtliche Grundstücke erhalten einen Hausanschluss für Schmutzwasser. Während für diesen Anschluss von den Grundstückseigentümern ein Pauschalbetrag in Höhe von 2180 Euro gezahlt werden muss, soll die ebenfalls angedachte Erneuerung der Trinkwasser-Hausanschlüsse kostenfrei bleiben. Die Grundstückseigentümer müssen allerdings neben dem Pauschalbetrag für die Schmutzwasser-Anschlüsse auch einen sogenannten Baukostenzuschuss bezahlen, der aus der jeweiligen Grundstücksgröße und Geschosszahl der Wohnhäuser errechnet wird.

Eben die Finanzierung dieser Summen, über deren ungefähre Höhe die einzelnen Haushalte bereits per Kostenvoranschlag informiert wurden, bereitet vielen Einwohnern Kopfzerbrechen. In der Regel stellt der Versorger den Betrag den jeweiligen Grundstückseigentümern nach Abschluss der Arbeiten in Rechnung. In Ausnahmefällen sei aber auch eine Stundung der Summe möglich, machte Ahrens deutlich. Dies müsse allerdings in direkten Gesprächen zwischen den jeweiligen Grundstückseigentümern und dem Wasserverband besprochen werden.

Für die Verlegung des Schmutzwasserkanals soll die Dorfstraße in einer Breite von etwa zwei Metern aufgerissen werden. Um das Vorhaben ausführen zu können, werde die Straße an den jeweiligen Arbeitsorten abschnittsweise halbseitig für den Verkehr gesperrt, kündigten Dr. Dörthe Bethge-Steffens und Bauleiter Manfred Paul als Vertreter der bauausführenden Firma an. Beide wollten aber nicht gänzlich ausschließen, dass an einzelnen Tagen auch eine Vollsperrung der Straße notwendig werden könnte. In diesem Zusammenhang sprachen sich mehrere Einwohner dafür aus, den unter anderem auch aus Lkw bestehenden Durchgangsverkehr zumindest aus dem Ort zu halten. Sie forderten deshalb, die Klein-Rossauer Straße für die Zeit der Bauarbeiten als Sackgasse auszuschildern.

Wie Ortsbürgermeister Bernd Drong sehen es viele Klein-Rossauer sehr kritisch, dass der Landkreis die Arbeiten des Versorgers nicht nutzt, um die erneuerungsbedürftige Fahrbahn grundlegend auf Vordermann zu bringen. Immerhin wird zumindest die Einheitsgemeinde in Sachen Nebenanlagen tätig - die Kommune will marode Borde austauschen, informierte Ortsbürgermeister Bernd Drong am Dienstagabend.