Osterburg (nm). An der Tempo-30-Zone und der Gleichrangigkeit der Straßen in der Osterburger Innenstadt ändert sich auch durch die Baustelle auf der Kreuzung Bismarker Straße/Ballerstedter Straße/Werderstraße nichts. Das machte Hartmuth Raden, Bürgermeister der Einheitsgemeinde, auf Nachfrage der Volksstimme deutlich.

Ein Einwohner hatte in den zurückliegenden Tagen darauf hingewiesen, dass sich der Verkehr auf der Poststraße durch die Groß-Baustelle verstärkt habe. Da der aus Richtung Wiesenstraße kommende Verkehr aus der Blumenstraße kommenden Fahrzeugen die Vorfahrt gewähren müsse, habe er schon Staus auf der Poststraße erleben müssen, die völlig unnötig seien und den derzeit ohnehin nicht einfachen innerstädtischen Verkehr weiter erschweren.

Osterburgs Ordnungsamtsleiter Matthias Frank teilt diese Meinung nicht. "Ich benutze diese Straße ja auch. Und ich habe dort noch keinen Stau erlebt. Höchstens, dass mal zwei Fahrzeuge auf der Poststraße hintereinander standen, weil sie einem Verkehrsteilnehmer aus der Blumenstraße die Vorfahrt gewährten. Aber das ist doch kein Stau", sagte Frank. Zudem hätte die Aufhebung der Gleichrangigkeit und eine Vorfahrts-Ausschilderung für die Poststraße gravierende Auswirkungen. "Denn dann würden wir massiv in die eingerichtete Tempo-30-Zone eingreifen. Wir müssten sie komplett aufheben. Alle Kreuzungen in der Zone müssten dann wieder neu ausgeschildert werden", informierte der städtische Ordnungsamtsleiter. Auch Bürgermeister Hartmuth Raden lehnt eine Neuregelung des Bereichs Blumenstraße/Poststraße ab. "Wir haben das Anliegen in der Verwaltung besprochen. Aber es gibt aus unserer Sicht überhaupt keinen Grund, die Gleichrangigkeit zwischen der Blumenstraße und der Poststraße aufzuheben", machte der Bürgermeister gegenüber der Volksstimme deutlich.