Der Arbeitskreis Werbener Altstadt zog am Freitagabend Bilanz über seine Arbeit in den zurückliegenden Monaten. Besonders froh sind die Mitglieder, dass die turbulente Zeit Anfang 2010 Geschichte ist. Der Verein habe zu seiner zielgerichteten Arbeit zurückgefunden, stellte der Vorsitzende Werner Eifrig fest.

Werben. Besonders hob Werner Eifrig während der Jahreshauptversammlung im Werbener Rathaus die Biedermeiermärkte im Sommer und in der Vorweihnachtszeit hervor, die das gesellschaftliche Leben im Ort einmal mehr bereicherten. Erstmalig konnte beim Biedermeier-Christmarkt das Küsterhaus dank guter Vorbereitung durch Helga Kirstein und Helfer in das Marktgeschehen eingebunden werden. Eine weitere Neuerung bei den Märkten war der Biedermeiermarktbote, herausgebracht von Frank Gellerich. Darüber hinaus machte der Verein die Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals zu einem außergewöhnlichen Erlebnis für die Mitglieder und Gäste. Einige Vereinsmitglieder stellten sanierte Häuser vor und sicherten somit das Interesse der Bevölkerung an dem Arbeitskreis. Im Oktober stand außerdem das Fest der Begegnung an Leseorten auf dem Plan, für das Ingrid Bahß verantwortlich zeichnete.

Dass der Verein ein Filmteam bei Dreharbeiten unterstützte und dabei Probleme der demographischen Entwicklung in Altenzaun und Werben darlegte, nannte Werner Eifrig ebenfalls in seiner Bilanz. Offensichtlich habe auch der gepflegte Internetauftritt für das Interesse an dem Verein gesorgt, resümierte Eifrig. Jedoch merkte er kritisch an, er wünsche sich eine aktivere Arbeit des Tourismusvereins.

Zur Freude seiner Zuhörer informierte er, dass die Sanierungsarbeiten des Hauses in der Fabianstraße 26 aufgenommen wurden. Wohlbemerkt bräuchte der Verein Verantwortliche aus den eigenen Reihen, die das Projekt nach Abschluss der Dachsanierung vorantreiben. Der angesprochene Curt Pomp zeigte sich sofort engagiert und will sich mit Klaus Kirstein zusammenschließen, um dem Stadtrat schnellstmöglich einen Fahrplan zu unterbreiten und die Arbeitsgruppe zu koordinieren. Auch für das Küsterhaus müsse ein Nutzungskonzept her, stellte Werner Eifrig klar und betonte: "Ein Kauf wird nicht in Frage kommen, aber Pachten ist möglich." Leider halte sich das Ergebnis bei der Vermittlung von leer stehenden Häusern in Grenzen, musste der Vereinschef einsehen. Die angestiegene Mitgliederzahl auf 42 bis zum 31. Dezember 2010 stimme ihn allerdings optimistisch. Diana Sevecke und Jochen Hufschmidt durften sich am Freitag zum ersten Mal als Mitglieder auf der Anwesenheitsliste eintragen.

Kassenwart Giesela Hilscher fasste die Abrechnung für 2010 knapp zusammen, es wurde mehr ausgegeben als eingenommen. Da der Verein aber Darlehen zurückzahlen konnte und somit schuldenfrei ist und zudem noch Geld für die Sanierung der Altstadt auf dem Vereinskonto liegt, gäbe es keinen Grund zur Sorge. Die Kassenprüfer Helga Kirstein und Elisabeth Gellerich bestätigten die Richtigkeit der Angaben. Nach der Entlastung des Vorstandes wagte Werner Eifrig einen Ausblick auf 2011. Die Veranstaltungstermine stehen fest: am 2. und 3. Juli Biedermeier-Sommer, am 11. September Mitgestaltung des Tages des offenen Denkmals, am 10. und 11. Dezember Biedermeier-Christmarkt. Die Teilnahme am Altmärkischen Heimatfest in Arneburg und am Sachsen-Anhalt-Tag in Gardelegen betrachtet der Vereinschef ebenfalls als wichtig.

Die Erarbeitung eines Sanierungs- und Nutzungskonzeptes für das Küsterhaus soll den Verein in der ersten Jahreshälfte beschäftigen. Pflegearbeiten sowie das Ermitteln von Eigentümern leer stehender Häuser werden das gesamte Jahr über zum Programm des Arbeitskreises gehören.