Im Vielbaumer Veranstaltungszentrum La Palma ging am Sonnabend ein Frühlingsfest über die Bühne. Höhepunkt war der Auftritt der Gruppe "Die Salzataler" aus Thüringen.

Vielbaum. Die Moderation von Armin Stepanek am Sonnabendnachmittag im Veranstaltungszentrum La Palma in Vielbaum verriet schon alles. Schwungvoll kündigte er das Frühlingsfest der Volksmusik an und begrüßte auf der Bühne alte Bekannte: "Die Salzataler" aus Thüringen. Frühling lag in der Luft, und das Publikum erfreute sich bester Laune.

Um das Ambiente im Saal für das Fest zu schaffen, hatte Armin Stepanek zugegebenermaßen am Kinderspielplatz einen Strauß gelber Blumen mitgehen lassen. Auf seinem Morgenspaziergang war er dann noch Rehen begegnet, die ihm zuzurufen schienen: "Hallo Armin".Seine gute Laune steckte an. "Alle Gemeinden, von Aland über Zehrental und Altmärkische Wische bis hin zu Seehausen, sind heute wieder vertreten. Wenn das kein Grund zur Freude ist", schwärmte er und lobte das treue Publikum, das er teilweise mit Handschlag begrüßte. Der Seniorenrat vom Kultur- und Förderverein Vielbaum hatte einmal mehr ein tolles Fest organisiert, und die Senioren würdigten das Engagement mit ihrer Anwesenheit.

Damit die Pause bis zum Herbstfest nicht allzu lange währt, hatte Armin Stepanek eine gute Nachricht parat, bevor das Programm der Salzataler begann. Es wird erstmals am 1. Mai nachmittags ein Fest vor der Tür geben. Eingeladen sind die Löcknitztaler Musikanten. "Von mir aus hole ich diejenigen, die nicht wissen, wie sie herkommen sollen, weil sie schlecht auf den Beinen sind, auch mit dem Kleinbus ab", versprach der Mitorganisator. Nun hieß es aber endgültig: Start frei für "Die Salzataler".

Lieder von Thüringen bis zur Waterkant hatten sie im Gepäck. Gleich mit dem ersten Titel "Singender, klingender Thüringer Wald" von Herbert Roth gewannen sie die Herzen der Zuhörer für sich. Und Mitschunkeln fiel den Altmärkern erst recht leicht, als Grit Helmert durch die Reihen ging und unter die Arme griff. Mit "Liedern, die schon Mutter sang", wie ihre gleichnamige CD heißt, lagen die Salztaler genau richtig. Die Gruppe aus Bad Langensalza brachte kaum gesungene Lieder zu Gehör, welche an das Herz der Zuhörer aus Schlesien und dem Sudetenland rührten, wie zum Beispiel "Kehr ich einst zur Heimat wieder (Mein Schlesierland)". Seit nunmehr gut acht Jahren ist die Band um Andreas und Grit Helmert erfolgreich musikalisch unterwegs. Zuletzt veröffentlichte die Gruppe Ende 2010 Lieder aus eigener Feder über ihre Heimat und Sehenswürdigkeiten des Unstrut-Hainich-Kreises. In Vielbaum hat sie ganz sicher ein paar Fans dazugewonnen.

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