Beuster/Werder (hse). Zu einer naturkundlichen Exkursion hatte der NABU-Kreisverband Stendal zum Sonntag eingeladen. Die Wanderung stand unter dem Titel "Frühlingserwachen in der Elbtalaue". Doch frostige Temperaturen und Nebel ließen den Frühling zu dieser frühen Stunde scheinbar noch tief schlummern. Einige Unentwegte fanden sich trotzdem an der Brücke zwischen Beuster und Werder ein.

Das Thermometer zeigte noch vier Grad unter der Nullgrenze. Dichter Nebel, vor allem in der Aue entlang der Alten Elbe, versperrte weitestgehend die Sicht. Da halfen auch die besten Ferngläser nicht, die Umgebung und das Neuerwachen der Natur zu erkunden. Erst zu vorgerückter Stunde kamen die Naturliebhaber und Hobby-Ornithologen annähernd auf ihre Kosten.

Die kleine Gruppe unter der Führung von NABU-Mitarbeiter Wolfgang Kramer machte sich rechtsseitig der Alten Elbe in Richtung Scharpenlohe auf den Weg. Zwischenzeitlich informierte Ulrich Graul, ehrenamtlicher Mitarbeiter des Kreisverbandes, darüber, dass die Wintergäste und Zugvögel zu neunzig Prozent bereits wieder in ihre Brutgebiete weiter gezogen und nur hier und da noch einige Enten und auch Kraniche anzutreffen sind. Jetzt würden die Feldvögel wieder ihre Reviere beziehen. Bachstelzen, Lärchen, Weidenlaubsänger und auch ganze Schwärme Stare würden vor allem das Augenmerk auf sich ziehen. Sogar der kleine, weniger bekannte grüne Zilpzalp markiere wieder sein Revier und helfe den Gesang der Vogelwelt zu komplettieren.

Die nächste naturkundliche Exkursion des NABU-Kreisverbandes "Der Lebensraum Feuchtwiese und seine Bewohner" findet am Sonnabend, 30. April, zwischen Buch und Tangermünde statt.