In die zauberhafte Zirkuswelt tauchten gestern und vorgestern kleine und große Besucher auf dem Festplatz Am Ess in Seehausen ein. Dort gastierte der Circus Constanze Busch mit seinem international besetzten Programm "Manegenstars 2011". Das Publikum erlebte eine ausgewogene Mischung aus Artistik, Tierdressur und Clownerie.

Seehausen. Gleich zum Auftakt kamen die Pferdefreunde auf ihre Kosten. Simon Balbor präsentierte eine tolle Show mit seinen kraftstrotzenden Friesen. Der Dresseur ist auch aus dem Österreichischen Nationalcircus Louis Knie international bekannt. Dass Balbor meisterhaft mit Pferden umgehen kann, bewies er in Seehausen noch mit zwei weiteren Auftritten im Rahmen der Show, bei denen unter anderem auch feurige Araber die Herzen der Zuschauer höher schlagen ließen.

Die Lachmuskeln der Besucher wurden erstmals beim zweiten Programmpunkt beansprucht. "Die Bojes" aus Zwickau beeindruckten mit einer Tellerjonglage-Nummer, in der anspruchsvolle Artistik mit lustigen Einlagen vermischt wurden. Scheinbar mit einer halben Arche-Noah-Besatzung betrat anschließend Ben Berdino die Manege. Der versierte Tiertrainer vereint in seiner Exotenschau Tiere aus fünf Kontinenten. Prachtvolle Kamele, temperamentvolle Zebras, imposante Büffel und sprunggewaltige Lamas. In jahrelangen Proben wurden die so gegensätzlichen Tierarten mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen aneinander gewöhnt und zu einer harmonischen Gruppe geformt.

Keine Zirkusshow ohne Clownerie. Im Cirkus Constanze Busch heißt der Spaßmacher Arthur. Der Clown aus Holland weiß, wie Lachmuskeln gekitzelt werden müssen. Auch große und kleine Zuschauer wurden mehr oder weniger freiwillig zu Bestandteilen der Gags.

Eine Mischung aus Schrecksekunden und lustigen Momenten war das Programm von Miss Dorothea, die Trapez-Artistik der besonderen Art zeigte. Mehrfach dachten die Zuschauer, dass die Künstlerin abstürzen würde. Aber sie blieb sicher an ihrem Gerät und sorgte mit ihren Assistenten noch für manche spaßige Einlage. Nach der Pause kam dann das, worauf sicher die meisten Leute gewartet hatten - Francesco Da Capo und seine "Schmusekatzen auf wilden Tatzen". Der talentierte Newcomer unter den Raubtierdomteuren sucht bewusst die Nähe zu seinen Tieren und präsentiert sibirische Tiger hautnah und einfühlsam: Mit beeindruckenden Sprüngen über ihre Manegenpartner, Hochsitzen und Abliegen. Seit mehreren Jahren arbeitet der 24-Jährige nun mit den Tigern in einer Balance aus Respekt und "Gut-Kumpel-Sein". Doch bei aller Liebe vergisst er niemals, dass die Raubtiere ihren Namen nicht umsonst tragen.

Nicht weniger beeindruckend und unterhaltsam auch die nachfolgenden Nummern - etwa die Romanows (Vater und Tochter) mit ihrer Pierette-Artistik oder auch Miss Dorothea, die sich diesmal nicht ans Trapez hing, sondern eine lustige Hunderevue zeigte. Einen Höhepunkt gab es noch einmal zum Abschluss: Der blutjunge Artist Derek Surländer präsentierte eine Strapaten-Show der seltenen Art und ließ seinen athletischen Körper am Seil hängend und turnend buchstäblich durch die Manege fliegen.

Nach dem Programmende nutzten einige Kinder noch die Gelegenheit, einmal selbst auf einem prachtvollen Pferd oder sogar auf einem Kamel in der Rolle eines Zirkus-Stars durch die Manege zu reiten - selbstverständlich von Zirkusmitarbeitern am Zügel geführt.

Bilder