Osterburg. Zwei Projekte sorgen an der Osterburger Sekundarschule "Karl Marx" in dieser Woche für Abwechslung im Unterricht. Die weltweite Hilfsaktion "Brot für die Welt" bestimmte am Dienstag den Unterricht in fast allen Klassen. Religionslehrerin Brigitte Schattenberg hatte das Thema auf die Tagesordnung gesetzt, weil sie mit Ulla Hildebrand einer Referentin "habhaft" werden konnte, die Projekte der Hilfsorganisation nicht nur vom Hörensagen kennt.

Das Wissen aus erster Hand gab es übrigens nicht nur für die Kinder und Jugendlichen von der fünften bis zur zehnten Klasse, die am Religionsunterricht in der Einrichtung teilnehmen, sondern auch für die Schüler, die das Fach Ethik als Alternative gewählt haben.

Unter anderem erfuhren die Zuhörer einiges darüber, wie ungerecht Besitz auf der Welt verteilt ist. So sei beispielsweise kaum nachzuvollziehen, dass im eigentlich fruchtbaren und mit Bodenschätzen gesegneten Südafrika so viele Menschen Not leiden müssten. Darüber hinaus gab es Wissenswertes zum sparsamen Umgang mit Ressourcen oder über den fairen Handel mit landwirtschaftlichen Gütern. In dem Zusammenhang rief die Referentin dazu auf, auch an den Obst- und Gemüsetheken in den hiesigen Supermärkten doch mal auf entsprechend gekennzeichnete Waren zu achten. Für ein paar Cent mehr könne man so in Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe leisten.

Mit dem Thema Sucht - ganz speziell Alkohol - beschäftigten sich Anfang dieser Woche die beiden neunten Klassen der Osterburger Sekundarschule. Verstärkung bekamen die Klassenlehrer von Schulsozialarbeiterin Mandy Netzband und Kunstlehrer Frank Bögner.

Erstere beleuchtet das Thema Trinken von der theoretischen Seite, sprach mit den jungen Damen und Herren aber auch über ganz praktische Erfahrungen. Natürlich war vorher abgesprochen worden, dass die persönlichen Erlebnisse nicht brühwarm in den Elternhäusern landen.

Dass der Nachwuchs durchaus kritisch mit Alkohol umgeht, wurde deutlich, als sich die Schüler künstlerisch mit dem Thema beschäftigten und Plakate im A2-Format für den bundesweiten Wettbewerb "Bunt statt blau - Aktion glasklar" entwarfen. Da wurde der hochprozentige Stoff zum einen langfristig gesundheitsschädigend, aber in direkter Wirkung als Befahrer hinter dem Lenkrad mit dem Tod in Verbindung gebracht. Plakate mit Potenzial zum Wachrütteln, auf denen sich zum Teil auch einige Promis wiederfanden, die den Jugendlichen mit ihren Suchtproblemen offenbar nicht als Vorbild dienen.

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