Osterburg (rf). Mit dem Wiederanschluss des alten Biesearms östlich der Bahngleise im Osterburger Grünlandgebiet Kalandshofen erfüllten sich vor allem der Landeigentümer Hartmut Kulessa und die untere Naturschutzbehörde des Landkreises Stendal einen Traum, der immerhin gut vier Jahre für die Umsetzung brauchte.

Die Bauarbeiten nahmen indes die wenigste Zeit in Anspruch, am längsten dauerte es, die Maßnahme zu planen und den Vorgaben der Landesverwaltung anzupassen, um die nötigen Fördermittel zusammenzubekommen. Der Aufwand hat sich gelohnt. Über die EU und das Land flossen 144000Euro für das Vorhaben, das den Landkreis und die Beteiligten vor Ort keinen Cent kostete.

Nutznießer sind Pflanzen und Tiere, die in direkter Nachbarschaft des FFH-Gebietes Secantsgraben-Milde-Biese wieder bessere Bedingungen vorfinden. Letztlich auch dadurch, dass der entschlammte und wieder freigelegte Altarm auf einer Länge von rund 1000 Metern ab mittlerem Hochwasser von der Biese mit frischem Nass versorgt wird, was auch der Verlandung des Gewässers vorbeugen soll, erläuterten Projektmanagerin Dörte Tobisch und Bettina Horzetzky vom Landkreis Stendal bei einem Vor-Ort-Termin auf der Furt, die die Flächen zwischen beiden Flussläufen auch bei Hochwasser erreichbar machen soll. Bei der Besichtigung des Altarmes gingen die Fachfrauen ins Detail, bevor es einen Imbiss gab.

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