Vor gut einem halben Jahr erhielt die "Villa Spatzennest" in Hohenberg-Krusemark die Zertifizierung als Kompetenzzentrum für frühkindliche Bildung. Die Kindereinrichtung arbeitet nicht nur an einem speziellen Konzept, sondern gibt ihre Erfahrungen damit weiter.

Hohenberg-Krusemark. "Unsere Spezialisierung ist die schiefe Ebene", hob Erzieherin Simone Hecht hervor, als die Kindertagesstätte "Villa Spatzennest" am Donnerstag Mitarbeiterinnen aus dem Stendaler Familienzentrum "Färberhof" in der Einrichtung begrüßte. Die Gäste aus der Kreisstadt informierten sich über das Bildungskonzept ihrer Berufskolleginnen.

Über das Konzept für die Arbeit mit den Kindern bis zu drei Jahren berichteten Hecht und Kita-Leiterin Ute Bremer. Dabei zeigten sie auch ihre schiefen Ebenen im Haus vor. Die Elemente aus unterschiedlichen Materialien, die die Kinder erklettern, hinabrutschen, entlangbalancieren, würden Muskelaufbau und Ausdauer fördern sowie die Sinne schärfen und damit letztlich der Entwicklung von Körpererfahrung und -beherrschung der Mädchen und Jungen dienen, erklärte Bremer.

Zwar musste das Team der Kita einige Stolpersteine aus dem Weg räumen, beispielsweise beim Umgang mit der Technik, doch habe sich das Konzept bewährt, machte die Leiterin klar. Sie sagte: "Die Kinder machen ihre Erfahrungen. Wir als Erzieherinnen mussten umdenken und unsere Erfahrungen machen." Das waren offensichtlich nicht die schlechtesten.

Die Kita-Truppe jedenfalls will das Konzept aus- und noch mehr schiefe Ebenen einbauen. So sollen diese Elemente auch in den Räumen der größeren Kinder Einzug halten. Und geht es nach Bremer und Co., erhält der Hügel auf dem Spielplatz eine Kletterrampe.