Osterburg. Die Frühjahrssynode des Kirchenkreises Stendal fand am Sonnabend in der Biesestadt statt. Der Pfarrbereich Osterburg hatte dazu in das Gemeindezentrum in der Burgstraße eingeladen.

Die Tagung begann mit einer Andacht, gehalten von Claudia Kuhn, Pfarrerin der Kirchengemeinde St. Nicolai. Nachdem Tagungsleiterin Präses Barbara Synder die Synodalen und als Gast Hartmuth Raden, Bürgermeister der Hansestadt Osterburg, begrüßt hatte, stellte Claudia Kuhn den Pfarrbereich Osterburg vor. Sie hatte dabei "Nico Lai" an ihrer Seite, eine Puppe, die den Kindergottesdienst begleitet.

Zum Pfarrbereich Osterburg gehören die Kirchengemeinden Zedau, Krumke, Dobbrun und Osterburg, die sich im Jahr 2007 zu einem Kirchspiel zusammengeschlossen haben. In Osterburg gibt es eine Evangelische Kindertagesstätte, die sich seit mehr als 100 Jahren in Trägerschaft der Kirchengemeinde befindet und ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit ist. Weiterhin ist Osterburg ein regionales Zentrum der Kirchenmusik mit regelmäßigen Angeboten für alle Generationen vom Spatzenchor bis zur Regionalkantorei. Die Pfarrerin betonte unter anderem die sehr gute Zusammenarbeit mit der Kommune einschließlich der Freiwilligen Feuerwehr und die ökumenische Arbeit.

In seinem Grußwort machte Raden einen kurzen Ausflug in die Osterburger Historie bis zur Bildung der Einheitsgemeinde mit nunmehr gut 10000 Einwohnern, bestätigte die gut funktionierende Zusammenarbeit mit der Kirche und machte Werbung für die Stadt. Er vergaß auch nicht, das Bemühen des unlängst gegründeten Fördervereins zur Unterstützung der Sanierung der Buchholzorgel in der Osterburger Nicolai-Kirche zu erwähnen, dessen Vorsitzender das Stadtoberhaupt ist.

Sehr akribisch hatte Gudrun Bremer, Leiterin des Kreiskirchenamtes (KKA), die Jahresrechnung vorgestellt und alle Position genau erläutert, so dass die Synodalen über jede Ausgabe und Einnahme bis ins Detail informiert wurden. Sie stimmten für die Entlastung des KKA für das Jahr 2010.

Die Groß Garzer Gemeindepädagogin Cornelia Herrmann, Vorsitzende des Stellenplanungsausschusses im Kirchenkreis, informierte über den Beschluss zur Aufhebung von 75 Pfarrstellen im Kirchenkreis Stendal; einige von ihnen liegen inzwischen auf dem Gebiet anderer Kirchenkreise. Es handelte sich um Pfarrstellen, die es zum Teil seit 50 und mehr Jahren nicht mehr gibt. "Wir müssen nun eine Entscheidung treffen, die ,gestorbenen\' Pfarrstellen in Würde zu ,beerdigen\', also formal aufzuheben", sagte Superintendent Michael Kleemann. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst.

Kleemann informierte in dem Zusammenhang, dass von den fünf Vakanzen (unbesetzten Pfarrstellen) seit der Herbstsynode alle wieder besetzt werden konnten beziehungsweise besetzt werden können. "Das betrifft Sandau, Werben, Grieben, Beuster und Garlipp. Im August wird die Pfarrstelle Klein Schwechten wieder besetzt. Aber inzwischen ist Bismark vakant geworden", so Kleemann.

Zum Thema der Synode "Rechtextremismus in Sachsen-Anhalt - und in unserem Kirchenkreis referierte David Begrich vom Verein Miteinander-Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt. Dazu mehr in einer späteren Ausgabe.

 

Bilder