Werben. Das Elbstädtchen Werben ist auf dem besten Weg, auch im Umfeld der Johanniskirche ein Schmuckstück zu werden. Nach der Sanierung des Schadewachtens als Grundvoraussetzung, um das Wasser vom Umfeld des Gotteshauses wegzubekommen, und nachdem die Bauarbeiten an der Fabianstraße jetzt wieder anlaufen sollen, steht die Gestaltung des Platzes, auf dem auch die Biedermeiermärkte stattfinden, noch für dieses Jahr auf der Agenda.

Der Stadtrat fasste am Dienstag einen entsprechenden Beschluss, weil die Kommune auch als Vorhabenträger und Fördermittelempfänger in Erscheinung tritt. Dass die Kirche mit dem rund 200000 Euro teuren Projekt alleine überfordert ist, steht außer Frage. Dafür ist die Glaubensgemeinde in der Pflicht, die archäologischen Grabungen, die bei Bauarbeiten in der Stadt unumgänglich sind, zu unterstützen und so die Kosten niedrig zu halten. Außerdem soll eine Spende den Eigenanteil der Kommune minimieren.

Nachdem das Planungs- und Enwicklungs-Büro (PEG) Osterburg die Pläne, die seit der Präsentation im November 2011 nur minimale Veränderungen erfahren haben, noch einmal vorgestellt hatte, fasste der Stadtrat den Beschluss für die Investition mit Schützenhilfe durch das Städtebausanierungsprogramm mehrheitlich. Womit das Gremium auch einen Vertrag in Kraft setzte, der der Kommune als Gegenleistung für die nächsten 25 Jahre die Nutzungshoheit für das Areal zusichert. Allerdings ist die Stadt damit auch bei der Pflege in der Pflicht, bei der Bürgermeister Dr. Volkmar Haase aber wieder auf die Glaubensgemeinde, den Altstadtverein und hilfsbereite Werbener setzt.

Für den Superintendenten i. R. Michael Sommer, der in den vergangenen Monaten die vakante Pfarrstelle in Werben betreut hatte und in Zukunft wieder etwas seltener im Elbstädtchen sein wird, war der Abend ein besonderer Erfolg. "Es ist schön, wenn ein Lückenbüßer helfen kann, eine Lücke zu füllen", so der Geistliche im Rathaussaal.

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