Seit mehreren Monaten engagiert sich Gladigaus Bürgermeister Matthias Müller massiv für die Breitband-Erschließung per Kabel der ehemaligen Gemeinden Gladigau und Flessau. Jetzt scheinen diese Bemühungen zu fruchten. Ein Angebot der Telekom zur Erschließung soll in den nächsten Tagen in der Osterburger Verwaltung eintreffen.

Gladigau. Die Erschließung der Orte der Einheitsgemeinde Osterburg mit einem leistungsfähigen Internet ist weit vorangeschritten. Längst surfen neben Einwohnern der Stadt unter anderem auch Königsmarker, Kreveser oder Erxlebener unter Top-Bedingungen im weltweiten Netz. Die Erschließung von Klein Ballerstedt soll unmittelbar bevorstehen. Und die Region um Meseberg und Walsleben darf ebenfalls noch in diesem Jahr mit dem Anschluss an das Internet rechnen.

Lediglich für die Dörfer der ehemaligen Gemeinden Flessau und Gladigau stand bislang keine konkrete Lösung einer Erschließung per Kabel im Raum. Die deshalb vor Monaten offerierte Variante einer Funklösung stieß in den Orten auf Ablehnung, weil der Internetzugang per Funk eine deutlich geringere Leistungsfähigkeit als die Kabel-Variante aufweist. Nun aber scheint sich das Beharren auf eine Kabellösung auszuzahlen. Das machte der Gladigauer Ortsbürgermeister Matthias Müller am Dienstagabend während der Sitzung des Osterburger Wirtschafts-Ausschusses deutlich. Denn nach Müllers Angaben werde die Telekom nun doch ein Angebot für die Erschließung der Dörfer per Kabel machen. "Wir hoffen, dass dieses Angebot innerhalb der kommenden zwei Wochen in der Osterburger Verwaltung eintrifft", sagte Müller. Bekommt die Einheitsgemeinde vom Land die für die Finanzierung nötigen Fördergelder, stünde dann der Realisierung der Breitbanderschließung nichts mehr im Wege. "Denn die Eigenmittel, die wir als Kommune in das Vorhaben investieren müssen, sind gesichert und stehen bereit", erklärte Müller. Der Gladigauer Ortsbürgermeister zeigte sich gegenüber Einwohnern, die an der Sitzung des Wirtschafts-Ausschusses in der Alten Schule teilnahmen, auch zuversichtlich, dass die Arbeiten zügig in Angriff genommen werden könnten. "Ich hoffe, dass das Vorhaben noch in diesem Jahr verwirklicht wird", machte er deutlich.