Seit Wochen wird im östlichen Bereich der Bismarker Straße "gebuddelt". Dort entsteht der Kreisel, durch den künftig der Verkehr in die Ballerstedter Straße, die Bismarker Straße und die Werderstraße fließen soll. Zudem kommen Versorgungsleitungen in den Boden. Vorgestern erlebten die Bauleute eine vorösterliche Überraschung.

Osterburg. Auf einem Erdhaufen thronte ein Osterkörbchen, aus dem ein Schoko- Häschen und ein Fläschchen Osterwasser hervorlugten, am Rinnstein lehnten einige Flaschen Bier, an einem Gullyschacht warteten gefärbte Eier auf ihre Finder.

"Wir möchten uns mit der kleinen Osterüberraschung bei den Bauleuten bedanken. Für die zügige Arbeit und die gute Zusammenarbeit", klärte Jörg Brychcy über die Farbtupfer in der Baustelle auf. Mit "Wir" meinte er die Geschäftsleute und Gewerbetreibenden von "Bismark to husen". Brychcy: "So wurde der Abschnitt zwischen Poststraße und Werderstraße genannt", erinnerte sich der Geschäftsmann schmunzelnd an seine Kindheit.

Dieser Abschnitt wird nun ausgebaut. Das spüren die Anlieger. "Die Laufkundschaft ist rückläufig. Das ist sicher ein Problem. Aber wir haben ja gewusst, dass hier gebaut wird und das auch akzeptiert", berichtete Yvonne Meyer von "Augen-Optik Geue". Positiv sei die gute Zusammenarbeit mit den Männern vom Bau, versicherte sie und führte dafür unter anderem an: "Sie helfen schon einmal Kunden über die Straße und stellen die Mülltonnen raus." Brychcy ergänzte: "Wir werden stets informiert. So gibt es klare Ansagen, wenn kurzfristig das Wasser abgestellt werden muss." Hartmut Köberle vom Data-System-Service schätzte ein: "Wir sind zufrieden. Die Arbeiten haben pünktlich begonnen. Die Leute sind fleißig. Es geht zügig voran." So war es für ihn auch keine Frage, sich an der Osteraktion zu beteiligen.

Die Bauarbeiter machten große Augen, bedankten sich und schritten nach kurzer Suche wieder zur Tat. "Eine feine Überraschung", kommentierte Ostbau-Vorarbeiter Olaf Weckfuß. "Auf der Baustelle ist eigentlich fast jeder Tag wie Ostern", merkte er an, "wir finden immer mal wieder was Überraschendes, hier in der Bismarker Straße beispielsweise Uraltleitungen."

Vorgestern nun stießen sie auf Schoko-Häschen, gefärbte Eier und Bier.