Andrang herrschte am Sonnabend beim Osterburger Ostermarkt im Kreismuseum. Bei der 20. Auflage zählte Museumschef Frank Hoche 1600 rund Besucher.

Osterburg. Das Lamm im Streichelzoo schien die kleinen Marktgäste geradezu magisch anzuziehen. Auch Anthony Jupp Nowak aus Schäplitz. Der Achtjährige hatte sich passend dazu mit Schäferweste, Hirtenstab und einer originalen Schäferkette ausstaffiert. Kein Wunder, der Schüler verbringt daheim viel Zeit mit Schafen. Opa Siegmund Nowak ist Hobby-Schäfer; der Enkel geht mit ihm auf die Weide, hilft beim Klauen-Säubern der Tiere und sitzt mitunter sogar am Stammtisch des Altmärkischen Schäfervereins.

Bei der Stippvisite in Osterburg zog es Anthony aber nicht nur zum Streichelzoo. Schließlich war es wieder üppig, das Angebot für die Jüngsten. So konnten sie Tonfiguren bemalen, basteln, Ostereier gestalten. Oder gemeinsam mit Gaukler "Fabulan Lütti" Keulen jonglieren und Teller auf einem Stab kreisen lassen. Und dann war ja da auch noch die Seildrehmaschine, an der Museumsmitarbeitern Detlef Preetz mit Besuchern unter anderem Springseile fertigte. Dabei gingen ihm nicht nur Knirpse zur Hand. So drehte Helgrit Oldenburg emsig an der Kurbel. Sie war aus Rostock angereist. "Ich stamme aus Osterburg und besuche meine Eltern zu Ostern. Ich schaue fast jedes Jahr beim Ostermarkt vorbei, weil er so schön ist und mich die Angebote interessieren", erzählte sie und fügte hinzu: "Und außerdem höre ich zu, wie mein Bruder Musik macht." Die Rede ist von Rüdiger Mallohn. Er spielte mit den Osterburger Blasmusikanten auf dem Museumshof auf.

Bei herrlichem Wetter hatten es sich dort Gäste auf Bänken bequem gemacht, genossen die Musik, den Sonnenschein und einen Imbiss und legten eine kleine Verschnaufpause ein, ehe sie wieder die Angebote der Händler in Augenschein und mitunter mit nach Hause nahmen. Immerhin verzeichnete Hoche 35 Anbieter - ein Rekordergebnis! "Der Versorger, der Schwein am Spieß anbieten wollte, hatte kurzfristig abgesagt. Ich bin froh, dass wir noch Ersatz in Köckte gefunden haben", so der Museumsleiter.

Die Waren der Händler reichten von Kerzen und Seife über Schmuck und Batik-Erzeugnisse bis zu Holzspielzeug und Marmelade. Diana Sippert wartete unter anderem mit Mützen und Socken aus Wolle auf, die sie von eigenen Schafen gewinnt und selbst verspinnt. "Das ist mein Hobby. Da entsteht so viel. Und das möchte ich unter die Leute bringen", sagte die Arneburgerin. Sie war zum vierten Mal beim Ostermarkt präsent, weil "das Ambiente so einzigartig ist".

Vom dem ließen sich auch die Besucher in den Bann ziehen. Sie eroberten den Ostermarkt für sich, und viele erkundeten nebenbei ein Stück Osterburger Geschichte in den Ausstellungsräumen des Museums. Frank Hoche, der seinem Team für dessen Arbeit dankte, war zufrieden. "Die 1600 Zuschauer bis 17 Uhr entsprechen der Besucherzahl vom Vorjahr."

Am Abend rundete ein Konzert mit der Gruppe "Past" den Ostermarkt ab.