Pollitz. Während Pfarrer Roland Jourdan in der Kirche in Pollitz am Montagmorgen den Ostergottesdienst begann, verteilten die Konfirmanden rund um die Kirche fleißig Osterkörbchen. Schließlich ging es danach für die Kinder auf zu den Osterüberraschungen.

Über das Osterfest hatten sich die Jugendlichen mit der Gemeindepädagogin Cornelia Herrmann in der Christenlehre Gedanken gemacht. So hatten sie auf weißen Papiereiern notiert, was sie sich für ihre Mitmenschen oder selbst wünschen. Sie lasen: "Ich wünsche mir, dass die Feste schön werden", "ich wünsche mir, dass es nicht brennt", und "ich wünsche mir, dass alle Menschen glücklich sind." Nun war die Gemeinde an der Reihe. Die Christenlehrekinder verteilten ovale Blätter, auf welche die Erwachsenen ihre Hoffnungen schrieben. Einige trugen ihre Hoffnungen vor, zum Beispiel die auf eine Welt ohne Atomkraft. Roland Jourdan beschrieb die Hoffnung so: "Sie hat zwei Aufgaben für uns: Wir müssen sie schützen und bewahren, und wir müssen sie weitertragen, indem wir sie erzählen, damit wir sie am Leben erhalten." Das Osterfest als Fest der Hoffnung hatte tags zuvor bereits in Groß Garz Zeichen gesetzt. Unzählige Papiereier zieren den Weg um die Kirche.

Mit einem Dank an alle Helfer, die sich an dem Gottesdienst beteiligt hatten, beendete ihn Pfarrer Roland Jourdan. Die Kinder eilten aus der Kirche, um ihre Körbchen zu finden. "Das ist ja zauberhaft und so liebevoll gepackt", schwärmte Maria von Jagow, als sie sich den Fund ihres Enkelkindes aus der Nähe ansah. "Wir haben wieder mit vielen Helfern am Gründonnerstag Eier bemalt, um die Körbchen vorzubereiten", erzählte Cornelia Herrmann und probierte ein Stück des duftenden Osterkranzes. Den hatte Heike Langwald gebacken. Mit Saft und Osterwasser ließ die Gemeinde den Gottesdienst ausklingen.

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