Seit Oktober 2010 ist das Lehrerkollegium des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums Osterburg um einen neuen Mitstreiter reicher. Sebastian Ziem kam nach Abschluss seiner Referendarzeit im Herbst an die Osterburger Bildungseinrichtung.

Osterburg. Sebastian Ziem fühlt sich am Markgraf-Albrecht-Gymnasium mittlerweile richtig heimisch. "Das hat viele Gründe", erzählt er. "Das altehrwürdige Schulgebäude hat mir auf Anhieb gefallen, und bei meinem Vorstellungsgespräch spürte ich gleich, dass ich hier mit offenen Armen empfangen wurde. Dieser erste Eindruck hat sich inzwischen mehrfach bestätigt. Es geht sehr kollegial und freundlich zu. Immer wieder wird mir Unterstützung und Rat angeboten. Ich fühle mich akzeptiert und gut aufgenommen im Team."

Auch von seinen Schülerinnen und Schülern ist der junge Pädagoge begeistert. "Ich habe zuvor schon an anderen Schulen Erfahrungen sammeln können, insbesondere mein zweijähriges Referendariat an einer Schule in Wolfsburg hat mir in der methodischen Arbeit sehr geholfen. Danach konnte ich noch an einer Privatschule im Raum Berlin wichtige praktische Erfahrungen sammeln", erklärt er und ergänzt: "Ich unterrichte hier am Osterburger Gymnasium in den Klassen fünf bis neun. Bei den meisten Schülerinnen und Schülern spüre ich, dass sie den festen Willen haben, ihr Wissen zu erweitern und möglichst gute Leistungen zu erzielen. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um später den richtigen Berufsweg für sich zu finden."

Sebastian Ziem weiß, wovon er spricht. Der gebürtige Rathenower, Jahrgang 1980, hat in Premnitz sein Abitur abgelegt. Zwar hatte er im letzten Schuljahr schon die Idee, später einmal als Lehrer an einem Gymnasium zu unterrichten, doch dann nahm er einen beruflichen Umweg. Er studierte zuerst zwei Semester Jura und stellte dann für sich fest, dass ihn diese Fachrichtung nicht zu seinem "Traumberuf" führen würde. Also entschied er sich für ein Pädagogikstudium in Potsdam, das er erfolgreich abschloss. Danach standen ihm viele Schultüren offen, denn im gesamten Bundesgebiet werden Lehrer für die Unterrichtsfächer Biologie und Deutsch dringend gesucht. Doch für Sebastian Ziem war es von Anfang an wichtig, dass er wieder in der Nähe seiner Geburtsstadt ansässig sein möchte. Also bewarb er sich auf verschiedene Stellen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen, wurde zu zahlreichen Vorstellungsgesprächen eingeladen, bekam mehrere Zusagen und konnte sich am Ende aussuchen, an welche Schule er gehen wollte.

Dass es das Markgraf-Albrecht-Gymnasium in Osterburg wurde, hat er bisher noch nicht bereut, obwohl das für ihn jeden Tag eine Stunde Anfahrtsweg bedeutet, denn er wohnt mit seiner Lebensgefährtin und dem gemeinsamen zweieinhalbjährigen Söhnchen Julian derzeit noch im Land Brandenburg. "Aber das muss ja nicht für immer so bleiben. Wenn ich nach Beendigung meiner Probezeit weiterhin am Osterburger Gymnasium angestellt bleiben würde, dann wäre auf jeden Fall über einen Umzug in die Altmark nachzudenken. Vor allem Stendal und Tangermünde gefallen meiner Partnerin und mir sehr gut, denn die Gegend erinnert mich immer wieder an meine Heimat Rathenow. Und da ich ein sehr heimatverbundener Mensch bin, ist das ein wichtiges Argument im Hinblick auf eine Entscheidung über den künftigen Wohn- und Arbeitsort", betont Sebastian Ziem.

Aber bis zur endgültigen Entscheidung wird noch etwas Zeit vergehen und sicher wird auch in der Familienrunde noch ausgiebig darüber beraten werden. Also nimmt Sebastian Ziem den längeren Anfahrtsweg gern in Kauf, denn er freut sich jeden Tag auf seine Arbeit als Lehrer in Osterburg. Sobald er aber dann nach Unterrichtsschluss wieder zu Hause angekommen ist, gehört seine freie Zeit ausschließlich seiner Familie. Außerdem treibt er gern Sport, mag vor allem Fußball und liebt die Literatur.