Rohrbeck (vl). Der "Schönen Else" schenkten am gestrigen Freitag die Zweitklässler der Grundschule Iden ihre ganze Aufmerksamkeit und einen Platz in der Rohrbecker Heide. Dort pflanzten die Mädchen und Jungen die Elsbeere, die den Beinamen "Schöne Else" trägt. Sie ist der Baum des Jahres. Und da am Montag dieser Woche der Tag des Baumes begangen wurde, drängte sich die Pflanzaktion förmlich auf. "Schon seit Jahren pflanzen Idener Schüler den Baum des Jahres in der Rohrbecker Heide. So 2010 die Vogelkirsche", berichtete Gunnar Schulze. Der Revierförster führte gestern Regie.

Bevor die Kinder die fünf Elsbeeren, die die Forstbetriebsgemeinschaft Osterburg zur Verfügung gestellt hatte, in den Boden setzten, stellte Schulze ihnen den Baum vor, den "außer Förstern und Fachleuten fast niemand kennt". Schließlich nehme er in Wäldern deutschlandweit weniger als einen Prozent der Fläche ein.

Wie Schulze einschätzte, sieht die "Schöne Else", die ein Alter von 200 bis 300 Jahre erreicht, sich bis auf eine Höhe von 30 Meter recken kann und mitunter einen Stammdurchmesser von 1,30 Meter aufweist, nicht nur "toll" aus. Sie sei zudem auch "sehr wertvoll". Bis zu 15000 Euro seien für einen Kubikmeter Elsbeerholz bereits gezahlt worden, tat der Förster kund. Es wird im Möbelbau verwendet und für Instrumente wie Blockflöte und Piano.

Die Beeren des Baumes ernähren Vögel, können aber auch zu Marmelade und Gelee verarbeitet werden. "Sie sind auch Zutat für Schokolade, nicht ganz billige Schokolade", ergänzte Schulze. Für die Zweitklässler hatte er zwar keine Schokolade dabei, aber Luftballons und als Überraschung einen Eulenkasten, der seinen Platz auf dem Idener Schulgelände finden soll. "Weil die Kinder beim Pflanzen so fleißig waren", merkte der Revierförster an. Da dürften die Mädchen und Jungen die "Schöne Else" in guter Erinnerung behalten.