Seehausen (apu). Dass Dr. Helmut Günther, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Soziales der Stadt Seehausen, immer mal wieder für besondere Ideen gut ist, bewies er einmal mehr auf der jüngsten Ausschusssitzung. Ihm schwebt vor, den historischen Fangelturm auf dem Seehäuser Sportplatz einmal begehbar zu machen.

Wie Günther berichtete, sei vor einiger Zeit ein Seehäuser Unternehmer an ihn heran getreten, der anbot eine kostenlose Schutzvorrichtung für den Turm zu bauen, um das Baudenkmal gegen weiteren witterungsbedingten Verfall zu schützen. "Ich habe kürzlich an einer Wanderung der Autobahngegner teilgenommen, auf der Harald Heinrichs auch über die Historie des Fangelturms berichtete. Der Turm gehörte zur südlichen Wehranlage der Stadt Seehausen, die mindestens 500 Jahre alt ist. Ohne Zweifel ist der Fangelturm ein wertvolles Baudenkmal, das es zu erhalten gilt. Ich würde es begrüßen, zu versuchen, den Turm so umzufunktionieren, dass er begehbar wird. Er könnte vielleicht sogar als eine Art Aussichtsturm genutzt werden. Davon abgesehen, dass wir die Schutzkonstruktion für das Turmdach sehr preisgünstig erhalten können, hat sich auch die Graepel-STUV GmbH Seehausen bereit erklärt, die Treppen für den Turm zu bauen. Die Stadt müsste in diesem Fall nur Material bezahlen."

Trotz des großzügigen Entgegenkommens seitens der Wirtschaft, so der Ausschussvorsitzende weiter, stehe jedoch fest, dass die Sicherungen und eventuelle Ausbaumaßnahmen nicht zum Nulltarif zu haben wären. Es würden ohne Zweifel nicht unbeträchtliche Kosten auf die Kommune zukommen. Daher sei das Vorhaben allenfalls mittelfristig ins Auge zu fassen.

Bürgermeister Ewald Duffe sprach sich bei der Ausschusssitzung für das Vorhaben aus - zumal es solche positiven Signale der Unterstützung von Firmen gebe. Ein begehbarer Fangelturm wäre ohne Zweifel auch ein weiterer touristischer Anziehungspunkt.