Calberwisch (vl). "Rustam Abdullaev ist ein hervorragender Pianist; mit Calberwisch haben wir ein tolles Ambiente. Da kann ich uns nur noch einen schönen Abend wünschen", erklärte Kornelia Matzat, Vorsitzende des Kulturfördervereins "Östliche Altmark", am Freitagabend und eröffnete damit das Konzert des Usbeken, das der Verein veranstaltete.

Der 30-jährige Pianist, der in Taschkent geboren wurde und seit sechs Jahren in Deutschland lebt, spielte vor nur rund 20 Zuhörern unter anderem Stücke von Beethoven, Bach, Händel, Mozart, Tschaikowski und Chopin. "Ich mag besonders die romantische Musik. Chopin und Rachmaninov zählen zu meinem Lieblingskomponisten", verriet der Künstler auf Volksstimme-Nachfrage. Er fügte aber hinzu: "Für Calberwisch habe ich ein buntes Programm mit bekannten Stücken zusammengestellt."

Die Liebe zur Musik und eine Zukunft am Flügel wurden dem jungen Mann, der sein Studium an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" 2009 abschloss, in die Wiege gelegt. "Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie. Meine Mutter war meine erste Klavierlehrerin", berichtete er.

Vor sechs Jahren wurde die Berlinerin Karla Kühne bei einem Konzert in Taschkent auf Rustam Abdullaev aufmerksam und war an seinem Wechsel in die deutsche Hauptstadt beteiligt. Dort agiert sie als seine Managerin. Kühne wiederum ist eng mit Martina Ramisch befreundet. Die Meserbergerin gehört dem Kulturförderverein an. So kam der Kontakt mit Rustam Abdullaev und letztlich der musikalische Abstecher des Pianisten, der häufig in Kirchen und mitunter auf Kreuzfahrtschiffen spielt, nach Calberwisch zustande.