Osterburg (nm). Rainer Moser steht ab sofort an der Spitze des Osterburger SPD-Ortsvereins. Der Königsmarker, der beruflich als Lehrer tätig ist und sich als Mitglied der SPD-Fraktion im Stadtrat engagiert, wurde am Dienstagabend zum neuen Vorsitzenden gewählt.

In einer geheimen Abstimmung sprachen sich fünf der sieben anwesenden SPD-Mitglieder für Moser aus, die zwei übrigen Stimmen entfielen auf den bisherigen Osterburger Ortsvereinschef Gordon Melms. Letzterer wurde anschließend einmütig zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Peter Zimmermann (Schatzmeister) und Heinz Hammermeister (Beisitzer) komplettieren den Vorstand des Osterburger Ortsvereins, beide wurden ebenfalls in geheimer Abstimmung gewählt.

Mit der Wahl der neuen Führungsriege ist die vor Wochen angeschobene Fusion der bis dato eigenständigen SPD-Ortsvereine Königsmark und Osterburg abgeschlossen. Kreischef Ralf Bergmann, der ähnlich wie der parteilose SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Thorsten Schulz, am Dienstagabend bei der Zusammenkunft im "Kanzler" dabei war, begrüßte den Zusammenschluss ausdrücklich: "Es ist gut, dass jetzt alle Sozialdemokraten aus der Einheitsgemeinde Osterburg auch in einem Ortsverein organisiert sind".

Rainer Moser kündigte am Dienstagabend an, dass die Osterburger Sozialdemokraten in den kommenden Wochen über ein eigenes Programm nachdenken werden. Klar scheint schon jetzt, dass der Ortsverein in der Biesestadt deutlich präsenter werden möchte und die Suche nach neuen, engagierten Mitgliedern zu den Hauptaufgaben zählen dürfte. Denn auch nach der Fusion mit Königsmark zählt der Ortsverein Osterburg, der in den 90er Jahren eine Legislaturperiode sogar die stärkste Fraktion im Stadtrat stellte und von 1994 bis 2001 mit Siegfried Dießner auch den Bürgermeister, nur noch 13 Mitglieder.