Die Osterburger Feuerwehr löschte am Dienstagabend den Brand einer Lagerhalle auf dem Gelände der Getreidegesellschaft Magdeburg. Nur kurze Zeit später wurden die Einsatzkräfte zu einem Wohnungsbrand an die Fröbelstraße gerufen.

Osterburg. "Angebranntes Essen und ebenso angebrannte Gegenstände am Herd haben das Feuer in der Wohnung an der Fröbelstraße verursacht. Zum Glück konnten wir dank rechtzeitiger Alarmierung so schnell eingreifen, dass ein weiteres Ausbreiten des Feuers verhindert wurde", blickte Stadtwehrleiter Sven Engel gestern auf den Einsatz im Neubaugebiet An der Golle zurück. Der Bewohner sei durch den Rettungsdienst ambulant betreut worden, zudem habe sich die Feuerwehr mit Spezialtechnik um das Lüften der Räume gekümmert. "Gegen 21.30 Uhr konnten wir die Rückfahrt zum Gerätehaus antreten", fasste Engel zusammen.

Der rund halbstündige Einsatz im Neubaugebiet war nicht der einzige, den die Osterburger Brandbekämpfer am Dienstag bewältigen mussten. Denn gegen 19.30 Uhr wurde die Wehr zu einer brennenden Lagerhalle auf dem Gelände der Getreidegesellschaft Magdeburg gerufen. Ein Zeuge hatte den Rauch von der B 189 aus bemerkt und das Feuer gemeldet.

Als die Brandbekämpfer vor Ort eintrafen, standen Teile der Dachkonstruktion in Flammen. "Durch die Polizei wurde der Zugang zum Grundstück geöffnet, so dass wir sehr schnell erste Maßnahmen einleiten konnten", berichtete Engel. Die Wehr, die mit fünf Fahrzeugen und 22 Einsatzkräften an die Unglücksstelle eilte, konnte das Feuer begrenzen, "weil wir unter anderem zügig für Lüftungsöffnungen gesorgt haben", sagte der Stadtwehrleiter. Im Inneren der Halle setzten die Brandbekämpfer Schaum ein, zudem griffen die Retter wegen der starken Verrauchung im Gebäude auf die Wärmebildkamera zurück, um Brandnester ausfindig zu machen. Dieses Vorgehen der Einsatzkräfte führte zum Erfolg. Der Entstehungsbrand in der Halle wurde schnell gelöscht. Für die Wehr war der Einsatz gegen 21 Uhr beendet.

Als Ursache für den Brand vermutet die Polizei Flexarbeiten. Durch den Funkenflug während dieser Arbeiten habe sich im Dachgebälk ein Glutnest gebildet, das sich zu einem Schwelbrand entwickelte. Die Polizei, die den entstandenen Schaden auf "mehrere 100 Euro" beziffert, ermittelt nun wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

Sven Engel berichtete gestern, dass die Osterburger Brandbekämpfer auch am Montag mobilisiert wurden. "Um 6.38 Uhr schlug die Brandmeldeanlage im Museum Alarm, deshalb sind wir mit sieben Mann und zwei Fahrzeugen ausgerückt", informierte Engel. Zum Glück habe es sich dabei aber um eine Fehl-alarmierung gehandelt, fügte er abschließend hinzu.