Osterburg. Offen für alles rund um die Straftatenprävention zeigten sich Anfang der Woche Beamte des Landeskriminalamtes (LKA) Magdeburg und des Polizeireviers Stendal in Osterburg. "Wir geben der Bevölkerung die Möglichkeit, sich über die Vorbeugung von Straftaten vor allem im häuslichen Bereich zu informieren, und stellen entsprechende Sicherungstechnik vor", sagte Birgit von der Heide, Sachbearbeiterin für Kriminalitätsprävention und Opferschutzbeauftragte im Stendaler Revier. Zur Beratung von Kriminalitätsopfern bereit war ebenfalls Christel Stoldt von der Außenstelle Stendal der Opfer-Hilfsorganisation "Weißer Ring".

Während Klaus Dieter Hanke und seine Kollegen mit der kostenlosen Codierung von Fahrrädern beschäftigt waren - codierte Fahrräder mit einer ganz persönlichen eingravierten Identitätsnummer und einem Hinweisaufkleber auf die Codierung werden laut Hanke wenig gestohlen -, erläuterten Bernd Neumann und Fred Brehmeier in der mobilen Beratungsstelle des LKA Sachsen-Anhalt, einem speziell dafür ausgestatteten Bus, den Besuchern Möglichkeiten der Sicherung von Gebäuden und Wohnungen an technischen Beispielen von Türen und Fenstern.

"Bei älteren Türschlössern und Fensterverriegelungen hat der Einbrecher wenig Mühe, sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen", sagte Neumann. "Wir haben hier Beispiele solider technisch anspruchsvoller Sicherheitstechnik, wie sie aussehen sollte, um Einbrechern das Eindringen zu erschweren beziehungsweise sie davon abzuhalten." Zu sehen waren außerdem Einbruchmeldeanlagen und Verbundglasscheiben für Fenster und Terrassentüren sowie Anbauelemente (Beschläge), um diese Gebäudeöffnungen sicherheitstechnisch aufzuwerten. "Eine zwischen zwei Scheiben angebrachte Folie verhindert, dass der erste Stein gleich durchgeht", sagte Neumann. An einem Fenster mit einer einfachen Rollenverriegelung demonstrierte er mittels Schraubenzieher, wie leicht es aufzuhebeln war. "Das geschieht schnell und geräuscharm. Glas wird selten angegriffen."

Der Kriminalist erläuterte auch verschiedene Möglichkeiten der Fahrradsicherung und wies auf gute und schlechte Schlösser hin. Am wirksamsten seien Schlösser mit einem mindestens achtzehn Millimeter starken Bügel aus gehärtetem Stahl.

Eine Menge Informationsmaterial lag aus, das sich die Besucher mitnehmen konnten, unter anderem Erinnerungsschilder: Nichts Wertvolles wie Handtaschen, Brieftaschen, Kameras und so weiter sichtbar im Auto liegen lassen. Gerade auf Großparkplätzen sei das immer wieder zu beobachten. Auch über das Waffenrecht konnten sich die Besucher, zum Beispiel Jäger und Sportschützen, informieren.