Die Sozialstation feierte gestern ihr 20-jähriges Bestehen - mit Mitarbeitern, Ehemaligen, Patienten und Freunden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Es gab viel Sonne, Würstchen und Kuchen.

Stendal. 20 Grad. Und 20 Jahre Sozialstation des DRK. Das passt. Denn einen hellblauen Himmel und Sonnenschein haben sich Gudrun Walkowiak, Leiterin der Sozialstation, und ihre 17 Mitarbeiter für den gestrigen Tag gewünscht. "Eigentlich hatten wir am 1. Januar Jubiläum. Aber wir haben die Feier verschoben, weil eine Feier bei schönem Wetter besser ist, als im Schnee zu frieren."

In einem riesigen weißen Zelt, das auf dem Hinterhof des DRK steht, hängen rote und weiße Luftballons - die Farben des DRK. Schlager tönen aus den Boxen. Stimmengewirr. An den vielen Tischreihen unterhalten sich Patienten mit Mitarbeitern, Apothekern und ehemaligen Angestellten. Am Eingang türmen sich auf dem Gabentisch die Geschenke: Blumen, Pakete und Kaffee. Daneben liegt ein rotes Gästebuch - mit vielen Grüßen und Glückwünschen. Dann überreicht Gudrun Walkowiak dem Vorstandsvorsitzenden, Frank Latuske, das Mikrofon. "So ein Jubiläum ist ein Anlass, zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen, aber den Blick auch nach vorn zu richten und sich mit den Herausforderungen, zu beschäftigen", sagt Latuske im Hinblick auf das Pojekt "Wohnen am Schwanenteich", wo die Sozialstation voraussichtlich Ende 2012 hinziehen wird.

Während Latuske im Zelt spricht, laufen draußen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Ausbildungsbeauftragte Enrico Schmitt wendet die Würste auf dem Grill. Schwestern holen Nudel-, Kartoffel-, und Gemüsesalate aus dem Gebäude und reihen sie neben dem Grill auf.

Dann spricht Latuske abschließende Worte: "Wir können dankbar und stolz diesen Tag begehen." Stolz ist auch Gudrun Walkowiak, Mitarbeiterin der ersten Stunde: "Viele Patienten kommen durch Weiterempfehlung zu uns - und auch die Fluktuation unter den Mitarbeitern ist gering. Ich finde, das sagt schon einiges aus." Angefangen hat die Sozialstation damals mit fünf Mitarbeitern, das Angebot wurde stetig erweitert - und hat sogar einen Test des Medizinischen Dienst mit einer Note bestanden, die jeden Abiturienten freuen würde: 1,2! Auch die Sozialstation ist mit 20 Jahren in einem Abiturientenalter. "Wir sind erwachsen geworden und aus den Teenagertagen raus", sagt Leiterin Gudrun Walkowiak. "Und wir freuen uns alle, dass es so gut läuft. Mittlerweile kommen auf 150 Patienten 18 Mitarbeiter", beendet sie ihre Rede und eröffnet das Buffet.

Einige Gäste zieht es zum Kuchen, aber viele greifen auch zur Wurst. Enrico Schmitt ist erstaunt: "Eigentlich ist jetzt Kaffeezeit, trotzdem haben doch viele Lust auf eine Wurst oder ein Stück Fleisch." Ein paar Meter weiter steht Praktikantin Bärbel Czesch. Sie betreut den Trödelmarkt. Bücher, Puppen und sogar Zubehör für die Musikanlage, finden sich unter den Schätzen. "Alles Spenden der Mitarbeiter", sagt sie. "Ich hoffe, dass sich noch viel verkauft." Klar, der Festtag ist ja noch lang. Bis in den Abend hinein wird auf dem Gelände das Jubiläum mit Sekt und Würstchen gefeiert.