Osterburg (nm). Die Hoffnung auf eine schnelle Alternativlösung zu ihrem abgebrannten Domizil hat sich für die bisherigen Biesecafé-Pächter Carola und Jörg Schütze erfüllt. Nachdem das Café in der Nacht zum Ostermontag ein Opfer der Flammen wurde, eröffnen sie am heutigen Sonnabend, knapp zwei Wochen nach dem Unglück, eigene Räumlichkeiten im Anglerheim. "Dank der Unterstützung durch den Anglerverband konnten wir Mitte der Woche die Räumlichkeiten übernehmen. Seitdem sind wir am Einräumen und Einrichten, damit wir am Sonnabend pünktlich um 12 Uhr öffnen können", erzählte Carola Schütze am Donnerstagnachmittag. Neben der Gestaltung des Innenraumes kümmern sich Schützes auch um die Außenanlage, "dort werden sich natürlich auch viele Sitzgelegenheiten und Tische befinden", erzählte Schütze. Das Pächter-Ehepaar, das sich bei den Helfern, darunter Ortsbürgermeister Klaus-Peter Gose, der Wirtschafts-Interessenring, die Stadt, die Feuerwehr sowie Freunde und Verwandte, für ihre Unterstützung bedanken möchte, will das Anglerheim täglich öffnen. Und auch wenn sie längst wieder Mut gefasst haben und sich mit dem Anglerheim arrangiert haben, hoffen Schützes darauf, dass möglichst schnell ein Nachfolgebau für das abgebrannte Biesecafé entsteht. Nachdem die Polizei ermittelt hatte, dass das Feuer durch einen technischen Defekt am Hausanschluss verursacht worden sei, zeigten sich die Pächter zuversichtlich, dass die Versicherung für den Schaden aufkomme und die Stadt zügig in ein neues Biesecafé investiere. "Denn auch wenn wir sehr dankbar sind, dass wir das Anglerheim nutzen können: Am liebsten möchten wir natürlich zu unserem alten Standort mitten im Biesebad zurück", sagte Carola Schütze.

Unterstützung erfuhren Schützes am Donnerstagabend im Stadtrat. Rainer Moser (SPD) bedauerte den Verlust des Biesecafés. Die SPD-Fraktion werde sich für die Wiedereröffnung eines Cafés auf dem Gelände starkmachen, sagte er. Moser äußerte zudem die Hoffnung, "dass alle Stadträte in dieser Angelegenheit an einem Strang ziehen".